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Ärzteblatt Thüringen

Presse-Information

Jena, 20. Juni 2017/11

Auszeichnung für Thüringer Ärzte – Dr. Ludwig Pfeiffer Medaille für Dr. Christian Kupka und Dipl.-Med. Helmut Krause

Der Altenburger Internist, Dr. Christian Kupka, und der Ilmenauer Anästhesist Dipl.-Med. Helmut Krause sind mit der Dr. Ludwig Pfeiffer Medaille ausgezeichnet worden. Mit ihr werden auf Beschluss des Vorstandes der Landesärztekammer Thüringen Persönlichkeiten gewürdigt, die sich besondere Verdienste um das Ansehen der Ärzteschaft in Thüringen erworben haben.

Humanitäres Engagement Helmut Krauses als Menschenrechtsbeauftragter
Die Präsidentin der Landesärztekammer würdigte den 1952 in Eisenach geborenen und heute im Ilmenauer Krankenhaus als Oberarzt arbeitenden Helmut Krause insbesondere für sein soziales und humanitäres Engagement und hob seine langjährige engagierte Tätigkeit als Menschenrechtsbeauftragter der Landesärztekammer hervor. In dieser Funktion vertritt er die Landesärztekammer in der sogenannten Härtefallkommission beim Thüringer Ministerium für Migration, Justiz und Verbraucherschutz. Diese dient dazu, dass ausreisepflichtigen Ausländern aus humanitären Gründen abweichend von den Bestimmungen des Aufenthaltsgesetzes eine Aufenthaltserlaubnis erteilt werden kann, wenn die Härtefallkommission darum ersucht. Die Landesärztekammer, so die Präsidentin, sei Helmut Krause sehr dankbar, dass er diese wichtige und verantwortungsvolle Aufgabe wahrnimmt und die nicht immer leichten und auch belastenden Entscheidungen in der Härtefallkommission mit fällt.
Bei Helmut Krause verknüpften sich untrennbar politische Überzeugung und Humanität. So engagierte er sich bereits zu DDR-Zeiten bei der Schwerter-zu-Pflugscharen-Bewegung und nahm frühzeitig an den Leipziger Montagsdemonstrationen teil. Ebenso gehörte Helmut Krause zu den Mitbegründern des Neuen Forums. Bei einem Übergriff von Staatssicherheit und Kampfgruppen auf Jugendliche in Ilmenau, die geschlagen und inhaftiert wurden, wendete er sich gemeinsam mit Kollegen des Ilmenauer Krankenhauses gegen die SED-Parteileitung und gegen Aussagen, dass es keine Verletzten gegeben habe. Darüber hinaus ist Helmut Krause in der IPPNW (Internationale Ärzte zur Verhütung des Atomkrieges) aktiv und setzt sich damit für eine friedliche, atomtechnologiefreie und menschenwürdige Welt ein.

Berufspolitisches Engagement Dr. Christian Kupkas
Mit Dr. Christian Kupka, 1948 in Leipzig geboren, zeichnete die Präsidentin der Landesärztekammer einen Arzt aus, der sich herausragende Verdienste um die ärztliche Selbstverwaltung und Freiberuflichkeit in Thüringen erworben hat. So habe sich Dr. Kupka von Beginn an für die ärztliche Selbstverwaltung engagiert und war 1990 Mitbegründer der Kassenärztlichen Vereinigung Altenburg e.V. und setzte sich gemeinsam mit Kollegen für die Wahrnehmung der Interessen des östlichsten Landesteiles in der neu entstehenden KV Thüringen ein. Schon vor der Konstituierung der ersten Vertreterversammlung war er kooptierter Vertreter des Kreises Altenburg und übernahm dann in der jungen Körperschaft gleich mehrere Funktionen. In den folgenden Jahren kamen zahlreiche weitere Funktionen – Mitglied der Vertreterversammlung, des Finanzausschusses, des Beratenden Fachausschusses für die fachärztliche Versorgung und des Zulassungsausschusses – hinzu. Darüber hinaus engagierte sich Dr. Kupka für sein Fachgebiet, so im Berufsverband Deutscher Internisten (BDI) sowie in der Gesellschaft für Innere Medizin Thüringens. In all diesen vielfältigen Funktionen hat sich Dr. Kupka stets durch kluges und umsichtiges Handeln und die Fähigkeit und die Bereitschaft zum Ausgleich von Interessen ausgezeichnet.

Die Dr. Ludwig Pfeiffer Medaille wird seit 1997 von der Landesärztekammer Thüringen verliehen. Der Namensgeber der Medaille war in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts als Arzt in Weimar tätig und hat sich insbesondere für standespolitische Belange der Ärzteschaft engagiert, u.a. ist er Gründer des Allgemeinen ärztlichen Vereins in Thüringen.

Pressesprecherin: Dr. Ulrike Schramm-Häder (03641 614 - 103)