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Ärzteblatt Thüringen

Erhöhung Rentenanwartschaft

- Zusätzliche Versorgungsabgabe und Individuelle Abgabengrenze -

Die höhere Lebenserwartung erfordert eine wachsende Eigenverantwortung bei der Altersvorsorge.
Auch Sie, als Mitglied der Ärzteversorgung Thüringen, können durch die Höhe Ihrer Zahlungen Ihre Rente und eventuelle Leistungen an Ihre Angehörigen aktiv beeinflussen.
Jedes Mitglied zahlt auf Grund seiner Tätigkeit (in Anstellung bzw. in eigener Niederlassung) den entsprechenden Pflichtbeitrag zur Ärzteversorgung Thüringen. Darüber hinaus können zusätzliche Versorgungsabgaben gemäß § 28 der Satzung der Ärzteversorgung Thüringen geleistet werden. Pflicht- und zusätzliche Versorgungsabgaben sind hinsichtlich ihrer Rentenwirksamkeit gleich.
Für Mitglieder, die ab dem 01.01.1950 geboren wurden, gilt jedoch folgende Regelung für Zahlungen über die jährliche Regelhöchstabgabe hinaus: Ab dem Geschäftsjahr der Vollendung des 56. Lebensjahres darf die Gesamthöhe der Einzahlungen eine sogenannte individuelle Abgabengrenze (IAG) nicht übersteigen.
Die IAG ist ein jährlicher individueller EURO-Betrag, der auf der Grundlage der Einzahlungen der letzten 5 bzw. 10 Geschäftsjahre vor Vollendung des 56. Lebensjahres des Mitgliedes ermittelt wird. Dafür werden entsprechend § 28 der Satzung die durchschnittlichen Steigerungszahlen aus den letzten 5 bzw. 10 Geschäftsjahren vor Vollendung des 56. Lebensjahres ermittelt. Der höhere der beiden Werte fließt in die weitere Berechnung ein.
Anhand einiger Beispiele soll dies veranschaulicht werden.

Arzt A zahlt vom 46. bis zum 55. Lebensjahr die Regelhöchstabgabe (entspricht Steigerungszahl 2,0 pro Jahr). Deshalb kann er ab dem 56. Lebensjahr nur weiterhin die Regelhöchstabgabe (entspricht Steigerungszahl 2,0 pro Jahr) zahlen und nicht etwa das 1,3fache der Regelhöchstabgabe (entspricht Steigerungszahl 2,6 pro Jahr). Eine „Aufbesserung“ der Rentenanwartschaft kann nicht mehr vorgenommen werden.

Seine individuelle Abgabengrenze entspricht der Regelhöchstabgabe.

Arzt B zahlt vom 46. bis zum 50. Lebensjahr die Regelhöchstabgabe, vom 51. bis 55. Lebens­jahr das 1,3 fache der Regelhöchstabgabe (entspricht Steigerungszahl 2,6 pro Jahr). Er kann ab dem 56. Lebensjahr das 1,3fache der Regelhöchstabgabe weiterzahlen, da die letzten 5 Jahre die höhere durchschnittliche Steigerungszahl von 2,6 ergeben.

Seine individuelle Abgabengrenze entspricht der 1,3fache der Regelhöchstabgabe.

Arzt C zahlt vom 46. bis zum 50. Lebensjahr das 1,3fache der Regelhöchstabgabe, vom 51. bis 55. Lebensjahr nur die Regelhöchstabgabe. Er wird in 2012 56 Jahre alt und kann ab diesem Geschäftsjahr nicht wieder das 1,3fache der Regelhöchstabgabe (15.752,88 EUR in 2016) zahlen, sondern nur Versorgungsabgaben bis zur IAG von 12.983,04 EUR in 2012 entsprechend der höheren 10jährigen durchschnittlichen Steigerungszahl von 2,3:

Dies ergibt sich nach § 28 der Satzung wie folgt:

Durchschnittliche Steigerungszahl der letzten 5 Jahre: (5 * 2,0) / 5 = 2,0
Durchschnittliche Steigerungszahl der letzten 10 Jahre: (5 * 2,0 + 5 *2,6) / 10 = 2,3

Für 2012 errechnet sich seine individuelle Abgabengrenze:
IAG
=
(maximale durchschnittliche SZ ) * (Regelhöchstabgabe von 2012)/2
=
2,3 * (12.117,60 EUR / 2)
=
13.935,24 EUR

Für eine individuelle Beratung stehen Ihnen die Mitarbeiter der Ärzteversorgung Thüringen gern zur Verfügung.