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Ärzteblatt Thüringen

Peer-Review

Arbeitsgruppe

Mitglieder
Dr. med. Frank Bloos, FA Anästhesiologie, Universitätsklinikum Jena
Dr. med. Frieder Knebel, FA Anästhesiologie, Thüringen-Kliniken GmbH, Pößneck
Dr. med. Gerd Scheiber, FA Anästhesiologie, Ilm-Kreis-Kliniken Arnstadt-Ilmenau gGmbH, Ilmenau
Oliver Zentgraft, FA Anästhesiologie, Zentralklinik Bad Berka GmbH

Inhalt

Interessenten für weitere „Peer review – Verfahren“ gesucht


Auch Thüringen, das bereits seit mehreren Jahren Qualitätsdarstellung und -analyse in der Intensivmedizin praktiziert, hat sich dem „Peer review - Verfahren“ auf intensivmedizinischen Stationen angeschlossen.

Ziel des Netzwerkes ist es, durch regelmäßigen Austausch evidenzbasiertes Wissen in den klinischen Alltag einzubringen, um die medizinische Qualität der Intensivversorgung zu steigern. Als ein Werkzeug zur kontinuierlichen Verbesserung der Patientenversorgung wurde ein Verfahren intensivmedizinischer Peer - Reviews entwickelt: Die Prozesse und Strukturen einer Intensivstation werden zunächst von deren Mitarbeitern systematisch an Hand eines Fragebogens erfasst und danach von externen Experten (Peers) analysiert und bewertet. Dabei steht der kollegiale Aspekt, das gemeinsame Lernen unter gegenseitigem Respekt, im Zentrum. Das Verfahren ist interdisziplinär konzipiert und stärkt die professionelle Autonomie der einzelnen Beteiligten. Die Kommunikation zwischen den einzelnen Fachdisziplinen und Berufsgruppen sowie die Patientensicherheit sollen dadurch gezielt gefördert werden.

Weitere Reviews auf Intensivstationen sind geplant, Interessenten wenden sich bitte an die Beratungsstelle der Landesärztekammer Thüringen.


Verfahrensbeantragung

Veränderungen können manchmal nur mit Hilfe von Außen bewältigt werden. Wir wollen Sie dabei auf kollegialer Augenhöhe unterstützen.

Ich als Chefarzt einer Intensivmedizinischen Klinik trete bei Interesse an einem Peer – review – Verfahren auf meiner ITS an den Ansprechpartner der Landesärztekammer Thüringen, Frau Ursula Liebeskind heran. Vorher muß ich mit meinem Team klären, in welchem Zeitraum der Tag, an dem ich ganz den Peers zur Verfügung stehen muß, liegen sollte. Vertreter des Teams können sich auf jeweils einen halben Tag oder auf die Besprechungszeiträume vor- und nachmittags aufteilen.

Ich sehe mir also die Homepage www.laek-thueringen.de (Peer review) an und lade vor allem den Strukturbogen herunter, der das wichtigste Handwerkszeug in diesem Verfahren ist. Der inzwischen verschlankte Bogen macht uns klar, wie die Peers unsere Station sehen, ob wir strukturiert arbeiten und wie wir unsere Arbeit einschätzen. Das wirft manchmal einen anderen Aspekt auf unser Tun. Das wiederum läßt uns kritisch betrachten, was vielleicht schon tief eingefahren ist und uns hat betriebsblind werden lassen. Es ist dann Zeit es abzuändern. Denn dieser Zeitraum wird auf ca. 6 bis 8 Wochen geschätzt. Dann sollte der Termin für das Verfahren stattfinden. Da es nicht auf den ersten statischen Ist-Zustand, sondern auf die darauffolgenden Verbesserungen ankommt, braucht keiner Angst haben. Es wird nach zwei bis drei Jahren eine erneute Begehung im Vergleich zum ersten Mal stattfinden. Dann kann ich als Chefarzt sehen, ob eine Veränderung erfolgte und in welchen Bereichen der Stationsarbeit sie greift.


Verfahrensbeschreibung


KlinikLandesärztekammer Thüringen
  • Anforderung eines Peer-Review-Verfahrens durch eine Klinik bei der Landesärztekammer
  • Peerauswahl aus geschultem Pool
  • Vorbereitung
  • Absprache des Koordinators der zuständigen Landesärztekammer mit der Geschäftsleitung der Klinik
  • Terminierung mit dem Chefarzt der ITS
  • Absprache des org. Ablaufes/Musterzusendung (Strukturbogen)
  • Terminierung bestätigen oder ändern
  • Sechs Wochen vor Begehung Zusendung der Formulare (Strukturbogen + Anschreiben für Geschäftsleitung + Vertrag)
  • Information des Stationspersonals
  • Selbstbewertung anhand des Strukturbogens
  • Vertragsabstimmung mit Geschäftsleitung
  • Peers ansprechen, Terminierung, Peereinladung und Verträge zur Verschwiegenheit versenden
  • Strukturbogen zurück an Landesärztekammer ca. eine Woche vor dem geplanten Review
  • Kontrolle des Strukturbogens auf Vollständigkeit und dessen Verteilung an die Peers zur Vorbereitung
  • Begehungstermin festlegen, Tag so organisieren, dass Stationsablauf gesichert auch ohne den Chefarzt, Kittelgrößen mitteilen
  • Arbeitstreffen einberufen zur Besprechung des Strukturbogens
  • Terminbestätigung
  • Begehungstermin kurz vorher abstimmen
  • Begehung: spätestens hier Klinikvertrag geben lassen
  • Begehung: Klinikvertrag, Verschwiegenheitserklärung, Bedsideliste, Klinikstrukturbogen und Aufwandsentschädigungsformular mitnehmen
  • Ausarbeitung des Begehungsberichts durch die Peers
  • Bearbeitung der Aufwandsentschädigungen
  • Erstellung der Urkunde für die ITS, Danksagung und Fortbildungspunkte an Peers und ITS-Team senden
  • Chefarzt erhält für seinen Gebrauch den vertraulichen Bericht
  • Zusendung an die Klinik durch den Leiter der Peers

Presse

Zweitverfahren Peer – Review in Thüringer Klinik erfolgreich abgeschlossen


Das Verfahren des Thüringer Netzwerkes QUIT steht unter dem Aspekt des praktischen Stationsablaufes und stärkt die professionelle Autonomie der einzelnen Beteiligten.

Bisher durchgeführte Erst - Reviews in Thüringer Kliniken erfolgten ausnahmslos positiv.

Sinnvoll ist das Wiederholungsverfahren nach zwei bis drei Jahren, damit im Vergleich eine mögliche Verbesserung meßbar aufgezeigt werden kann. Die Stationen erhalten eine Urkunde zum Aushängen.

Weitere Reviews auf Intensivstationen sind möglich, Interessenten wenden sich bitte an die Beratungsstelle/Qualitätssicherung der Landesärztekammer Thüringen.


Bilder Peer-Review-Verfahren 2014

BezeichnungGröße 
Peer Review Strukturbogen 2012.pdf1058 kB
Vertrag Kammer-Klinik Muster.pdf228 kB
Ziel-Erreichungsbogen QM.pdf229 kB
Vertraulichkeitserklärung.pdf137 kB
Leitfaden Ärztliches-Peer-Review 2014.pdf1620 kB