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Ärzteblatt Thüringen

Schrittweise Anhebung der Regelaltersgrenze ab 1.1.2012

Durch die schrittweise Anhebung der Regelaltersgrenze wird erreicht, dass das Verhältnis zwischen Dauer der Zahlung der Versorgungsabgabe und der Rentenbezugsdauer künftig besser austariert wird. Damit wird der stetig steigenden Lebenserwartung Rechnung getragen, da die jeweils später geborenen Geburtsjahrgänge auch entsprechend länger Rentenbezieher werden. Jede Generation legt auf diese Weise die Grundlagen für „ihre“ Rentenleistungen.

Die Regelaltersgrenze wird beginnend mit dem Jahrgang 1947 ab 01.01.2012 bis 2029 schrittweise nach Maßgabe nachstehender Tabelle von 65 auf 67 Jahre angehoben. Die dazugehörige Tabelle wird hier abgebildet.

.

Regelaltersgrenze
Alter des frühestmöglichen Rentenbeginns
Jahrgang
Jahre
Monate
Jahre
Monate
1947
65
1
60
1
1948
65
2
60
2
1949
65
3
60
3
1950
65
4
60
4
1951
65
5
60
5
1952
65
6
60
6
1953
65
7
60
7
1954
65
8
60
8
1955
65
9
60
9
1956
65
10
60
10
1957
65
11
60
11
1958
66
61
1959
66
2
61
2
1960
66
4
61
4
1961
66
6
61
6
1962
66
8
61
8
1963
66
10
61
10
ab 1964
67
62


Beispiel:
Das Mitglied wurde im Mai 1956 geboren.

Der Zeitpunkt der Inanspruchnahme einer ungekürzten Rente wird mit 10 Monaten Versatz im Vergleich zur Rente 65 erreicht. Der Zeitpunkt der Inanspruchnahme ist nunmehr mit 65 Jahren und 10 Monaten – im März 2022.

Dieser Versatz von 10 Monaten wirkt sich auch auf den Zeitpunkt der frühstmöglichen Inanspruchnahme der vorgezogenen Rente aus. Diese kann nicht mit 60 Jahren bezogen werden, sondern erst mit 60 Jahren und 10 Monaten – ab März 2017.

In der Zeit von März 2017 bis März 2022 kann dieses Mitglied zu jedem Monat seine Altersrente beantragen. Die Anwartschaft auf Altersrente wird für jeden vorgezogenen Monat um 0,45 Prozentpunkte gekürzt.

Die Übergangsregelung sieht eine Anhebung der Regelaltersgrenze, beginnend mit dem Geburtsjahrgang 1947 bis zum Jahrgang 1958, in Ein-Monats-Schritten, vom Jahrgang 1959 bis 1964 in Zwei-Monats-Schritten vor.

Der Zeitpunkt der frühestmöglichenen Inanspruchnahme der vorgezogenen Altersrente wird ebenfalls schrittweise vom 60. auf das 62. Lebensjahr angehoben.

Wurde die Mitgliedschaft im System der berufsständigen Versorgung nach dem 31.12.2011 erworben, kann die Altersrente erst mit Vollendung des 62. Lebensjahrs gewährt werden.
Auf Grund der Anhebung der Regelaltersgrenze auf 67 Jahre erhöht sich das Alter, bis zu dem die Rente spätestens in Anspruch genommen werden muss, bis zur Vollendung des 70. Lebensjahres. Es ist weiterhin möglich, nach dem 67. Lebensjahr bis zum Rentenbeginn zu wählen, ob noch Versorgungsabgaben geleistet werden oder nicht.

Eine Information über die Höhe Ihrer Rentenanwartschaften gemäß Paragraph 34 der Satzung der Ärzteversorgung Thüringen erhalten Sie jährlich im ersten Quartal. Darin werden jedem Mitglied auf Grund seiner Zahlungen, die es bis zum 31. Dezember des jeweiligen Vorjahres geleistet hat und unter Berücksichtigung des individuellen Renteneintrittsalters verschiedene Varianten der persönlichen Rentensituation hochgerechnet.