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Ärzteblatt Thüringen

Altersrente (§ 13)

Gemäß § 13 der Satzung hat jedes Mitglied der Ärzteversorgung Thüringen mit Vollendung der Regelaltersgrenze Anspruch auf lebenslange Altersrente. Die Regelaltersgrenze wird beginnend mit dem Geburtsjahrgang 1947 ab dem 01.01.2012 bis 2029 Schrittweise nach Maßgabe nachstehender Tabelle von 65 auf 67 angehoben.

Jahrgang
Rentenbeginnalter
Beginnalter vorgezogener AR
Jahr
Monat
Monat
Jahr
1947
65
1
1
60
1948
65
2
2
60
1949
65
3
3
60
1950
65
4
4
60
1951
65
5
5
60
1952
65
6
6
60
1953
65
7
7
60
1954
65
8
8
60
1955
65
9
9
60
1956
65
10
10
60
1957
65
11
11
60
1958
66
0
0
61
1959
66
2
2
61
1960
66
4
4
61
1961
66
6
6
61
1962
66
8
8
61
1963
66
10
10
61
1964
67
0
0
62

Während die Altersrente ab Vollendung der Regelaltersgrenze ohne Antrag zur Auszahlung kommt, ist für die vorgezogene Altersrente die Stellung eines formlosen schriftlichen Antrages erforderlich. Im Falle einer Altersteilzeitvereinbarung bitten wir dem Arbeitgeber mitzuteilen, dass Sie beabsichtigen, bei der Ärzteversorgung Thüringen eine vorgezogene Altersente in Anspruch zu nehmen. Weiterhin bitten wir Sie, uns eine Kopie des vollständigen Altersteilzeitvertrages einzureichen.

Die vorgezogene Altersrente kann frühstens 60 Monate vor Beginn der Regelaltersrente in Anspruch genommen werden. Wurde die Mitgliedschaft im System der berufsständigen Versorgung nach dem 31.12.2011 erworben, kann die Altersrente erst mit Vollendungdes 62. Lebensjahres gewährt werden. Die Zahlung der Altersrente beginnt mit dem auf den Eingang des Rentenantrages folgenden Monat, wobei sich die Altersrente um einen versicherungsmathematischen Abschlag vermindert. Für jeden fehlenden Monat bis zur Regelaltersgrenze wird die Altersrente um 0,45 v. H. gekürzt (§ 13 Abs. 2 der Satzung der Ärzteversorgung Thüringen).

Diese Rentenminderung wirkt sich auch auf spätere Hinterbliebenenrenten aus.

Ebenso ist es möglich, die Altersrente zu einem späteren Zeitpunkt in Anspruch zu nehmen. Dies ist gegenüber der Ärzteversorgung Thüringen ebenfalls schriftlich zu erklären. Die ggf. entrichteten Versorgungsabgaben sowie die nicht in Anspruch genommenen Rentenzahlungen werden pro Kalenderjahr in eine Rentenerhöhung umgewandelt. Der monatliche Erhöhungsbetrag ergibt sich aus folgender Tabelle:


Alter (= Kalenderjahr - Geburtsjahr), in dem die Zahlung entrichtet und die Rente nicht in Anspruch genommen wurde.
Für EUR 1.000 geleistete Versorgungsabgabe bzw. nicht in Anspruch genommene monatliche Rente entsteht ein Anspruch auf zusätzliche monatliche Rente in Höhe von
65
4,79 EUR
66
4,87 EUR
67
4,97 EUR
68
5,07 EUR
69
5,17 EUR
70
5,29 EUR


Die Altersrente erhöht sich gegebenenfalls noch um einen Kinderzuschuss, je rentenberechtigtem Kind um 10 %. Die Voraussetzungen für den Bezug des Kinderzuschusses sind im § 21 festgeschrieben.

Die Zahlung der Altersrente ist nicht von der Einstellung der ärztlichen Tätigkeit abhängig. Sie können also trotz des Bezuges der Altersrente weiterhin in vollem Umfang ärztlich tätig sein.

Des Weiteren sind für die Inanspruchnahme der Altersrente folgende Erhebungsbögen ausgefüllt und unterschrieben zurückzusenden:


Allgemeine Hinweise:

Die Renten aus der Ärzteversorgung Thüringen unterliegen grundsätzlich der Beitragspflicht zur gesetzlichen Krankenversicherung. Wenn Sie in einer solchen krankenversichert sind, sind Sie nach § 202, Satz 3, SGB V verpflichtet, der Ärzteversorgung Thüringen darüber Auskunft zu geben.


Ob Sie auf Ihre Rente steuern zahlen müssen, hängt von verschiedenen Faktoren ab.
Steuern werden nicht erhoben, wenn Ihr zu versteuerndes Einkommen maximal dem Grundfreibetrag entspricht. Bei Fragen zu diesem Thema wenden Sie sich bitte an das zuständige Finanzamt bzw. Ihren Steuerberater.
Nachdem die Identifikationsnummer jedem Bürger zugestellt wurde, sind die Rententräger aufgefordert, dass Meldeverfahren gemäß § 22a EStG durchzuführen. Demnach ist die Ärzteversorgung Thüringen verpflichtet, im Rahmen mit des Rentenbezugsmitteilungsverfahrens die an jeden Rentner ausgezahlten Rentenbeiträge jährlich der Zentralen Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA) zu melden. Die ZfA leitet die Daten an die entsprechenden Landesfinanzbehörden weiter.