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Ärzteblatt Thüringen

Berufsunfähigkeitsrente (§ 14)

Die Gewährung einer Berufsunfähigkeitsrente soll den Einzelnen im Invaliditätsfall absichern. Durch die Anrechnung von Hinzurechnungszeiten bis zum Erreichen der Regelaltersgrenze und eines eintrittsalterabhängigen Multiplikators erwirbt besonders ein jüngeres Mitglied sofort einen hohen Versorgungsschutz. Dies wirkt sich auch beim vorzeitigen Beenden der Mitgliedschaft, z. B. durch Tod des Mitglieds vor Erreichen der Altersgrenze direkt auf die Hinterbliebenenrenten aus, da diese vom Berufsunfähigkeitsrentenanspruch (ohne Kinderzuschlag) des Mitgliedes berechnet werden.

Grund dieser Vorgehensweise ist die Tatsache, dass jüngere Mitglieder bei Bezug einer Berufsunfähigkeitsrente keine weiteren Einkünfte aus ärztlicher Tätigkeit erzielen können, aber trotzdem möglichst gut ausgestattet werden sollen.

Bei der Ärzteversorgung Thüringen besteht voller Versicherungsschutz nach der ersten Beitragszahlung bzw. nach Eingang des Antrages auf Befreiung von der Rentenversicherungspflicht, frühestens jedoch ab Mitgliedschaftsbeginn.

Die Berufsunfähigkeitsrente erhöht sich gegebenenfalls noch um einen Kinderzuschuss, je rentenberechtigtem Kind um 10 %. Die Voraussetzungen für den Bezug des Kinderzuschusses sind im § 21 festgeschrieben.

Die Definition der Berufsunfähigkeit ist im § 14 der Satzung der Ärzteversorgung abgedruckt.

Antragstellung:

Über den Antrag auf Berufsunfähigkeitsrente entscheidet der Verwaltungsausschuss der Ärzteversorgung Thüringen. Dem Antrag beizufügen sind ausführliche Befunde ö. ä. über die Erkrankungen, die die Berufsunfähigkeit bedingen. Die Vorlage einer ärztlichen Bescheinigung, die lediglich die Diagnose und die Feststellung der Berufsunfähigkeit enthält, genügt grundsätzlich nicht.

Rentenbeginn:

Der Anspruch auf Berufsunfähigkeitsrente beginnt drei Monate nach der Antragstellung, wobei der Monat der Antragstellung als voller Monat gezählt wird. Ein Anspruch auf Berufsunfähigkeitsrente besteht nicht, wenn und solange die ärztliche Praxis durch Vertreter oder Assistenten weitergeführt wird oder Gehaltsfortzahlungsanspruch besteht.

Folgende Erhebungsbögen sind ausgefüllt und unterschrieben zurückzusenden:


Allgemeine Hinweise:

Die Renten aus der Ärzteversorgung Thüringen unterliegen grundsätzlich der Beitragspflicht zur gesetzlichen Krankenversicherung. Wenn Sie in einer solchen krankenversichert sind, sind Sie nach § 202, Satz 3, SGB V verpflichtet, der Ärzteversorgung Thüringen darüber Auskunft zu geben.


Ob Sie auf Ihre Rente steuern zahlen müssen, hängt von verschiedenen Faktoren ab.
Steuern werden nicht erhoben, wenn Ihr zu versteuerndes Einkommen maximal dem Grundfreibetrag entspricht. Bei Fragen zu diesem Thema wenden Sie sich bitte an das zuständige Finanzamt bzw. Ihren Steuerberater.
Nachdem die Identifikationsnummer jedem Bürger zugestellt wurde, sind die Rententräger aufgefordert, dass Meldeverfahren gemäß § 22a EStG durchzuführen. Demnach ist die Ärzteversorgung Thüringen verpflichtet, im Rahmen mit des Rentenbezugsmitteilungsverfahrens die an jeden Rentner ausgezahlten Rentenbeiträge jährlich der Zentralen Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA) zu melden. Die ZfA leitet die Daten an die entsprechenden Landesfinanzbehörden weiter.