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Ärzteblatt Thüringen

Erste Klinikbegehung im Rahmen des Peer-review-Verfahrens in Thüringen erfolgreich – weitere auf Intensivstationen geplant

Die Referenzklinik, die sich im Rahmen des ersten „Peer – review – Verfahrens in der Intensivmedizin“ in Thüringen spontan gemeldet hat, war das Sophien- und Hufelandklinikum in Weimar. So konnte die erste Klinikbegehung stattfinden. Die Kommission, die sich aus drei Intensivmedizinern, einer pflegerischen Intensivfachkraft und der Qualitätsbeauftragten der Landesärztekammer Thüringen bestand, beobachtete einen Arbeitstag lang alle Arbeitsvorgänge auf der Intensivstation. Durch kollegiale Kritik auf gleicher Augenhöhe soll eine Weiterentwicklung in der Qualität der Stationsabläufe und der Unterbindung von möglichen Fehlerquellen vorangetrieben werden.

Seit 2006 haben sich zunächst in Baden-Württemberg und in Hamburg und 2009 in Berlin/Brandenburg intensivmedizinische Netzwerke gegründet. Auch Thüringen, das bereits seit mehreren Jahren Qualitätsdarstellung und -analyse in der Intensivmedizin praktiziert, hat sich diesem Prozess angeschlossen. Ziel des Netzwerkes ist es, durch regelmäßigen Austausch evidenzbasiertes Wissen in den klinischen Alltag einzubringen, um die medizinische Qualität der Intensivversorgung zu steigern. Als ein Werkzeug zur kontinuierlichen Verbesserung der Patientenversorgung wurde ein Verfahren intensivmedizinischer Peer - Reviews entwickelt: Die Prozesse und Strukturen einer Intensivstation werden zunächst von deren Mitarbeitern systematisch an Hand eines Fragebogens erfasst und danach von externen Experten (Peers) analysiert und bewertet. Dabei steht der kollegiale Aspekt, das gemeinsame Lernen unter gegenseitigem Respekt, im Zentrum. Das Verfahren ist interdisziplinär konzipiert und stärkt die professionelle Autonomie der einzelnen Beteiligten. Die Kommunikation zwischen den einzelnen Fachdisziplinen und Berufsgruppen sowie die die Patientensicherheit sollen dadurch gezielt gefördert werden.

Weitere Reviews auf Intensivstationen sind geplant, Interessenten wenden sich bitte an die Beratungsstelle der Landesärztekammer Thüringen.

Ansprechpartner: Ursula Liebeskind, Tel.: 03641 614-102.


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