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Ärzteblatt Thüringen

Gemeinsame Presse-Information der Landesärztekammer Thüringen, des Verbandes Leitender Krankenhausärzte Thüringen, der Landeskrankenhausgesellschaft Thüringen und des Marburger Bundes Thüringen

Jena, 14. Januar 2015/1

Für einen gelungenen Start in den Klinikalltag – Erster Integrationskurs für ausländische Ärztinnen und Ärzte startet in der Landesärztekammer in Jena

In der Landesärztekammer Thüringen in Jena-Maua findet am 15. Januar eine thüringenweite Premiere statt. Zum ersten Mal beginnt dort ein Integrationskurs für ausländische Ärztinnen und Ärzte, um ihnen den Start in den Berufsalltag in Thüringen zu erleichtern. Der dreitägige Kurs drei Module zu je acht Stunden ist gemeinsam von der Landesärztekammer mit dem Verband Leitender Krankenhausärzte (VLK), der Landeskrankenhausgesellschaft und dem Marburger Bund (MB) Thüringen geplant worden. Zu den Themen des Kurses gehören nicht nur die Grundzüge des deutschen Gesundheitssystems inklusive der rechtlichen Rahmenbedingungen, sondern vor allem auch die Vermittlung des notwendigen Rüstzeugs hinsichtlich des Umgangs mit Patienten beispielsweise beim Aufklärungsgespräch vor notwendigen diagnostischen Maßnahmen und Behandlungsentscheidungen. Neben dem Schwerpunkt Kommunikation mit dem Training spezifischer Arzt-Patienten-Situationen wird der Kurs durch Gesprächsforen und die Erörterung von Fallbeispielen ergänzt, wodurch die Teilnehmer des Kurses selbst Probleme und Verständnisschwierigkeiten thematisieren können.

„Mit dem Integrationskurs“, sind sich Landesärztekammerpräsident Dr. Mathias Wesser, der Thüringer VLK-Vorsitzende Professor Dr. Reinhard Fünfstück, der Geschäftsführer der Krankenhausgesellschaft Michael Lorenz und der Thüringer MB-Vorsitzende Dr. Sebastian Roy einig, „möchten wir einen Beitrag zu einer besseren Willkommenskultur für unsere ausländischen Kolleginnen und Kollegen leisten. Wir wollen dafür Sorge tragen, sie optimal in unser Gesundheitswesen zu integrieren.“ „Dies“, ergänzt der Thüringer VLK-Chef Professor Reinhard Fünfstück, „ist nicht nur von Vorteil für die Kliniken, indem die neuen Kollegen relativ nahtlos in der stationären Versorgung eingesetzt werden können, sondern auch für die Ärztinnen und Ärzte selbst, weil sie dadurch schneller in verantwortungsvolleren Positionen zum Wohle unserer Patienten arbeiten können.“

Der Geschäftsführer der Landeskrankenhausgesellschaft Thüringen Michael Lorenz erkennt noch einen weiteren Vorteil für die Kliniken: „Ich halte es auch deshalb für sehr sinnvoll, dass sich die relevanten Verbände mit dem Angebot eines solchen Integrationskurses zusammen getan haben, weil damit die Eingliederung der ausländischen Kolleginnen und Kollegen nicht mehr nur allein dem Engagement der jeweiligen Klinik überlassen bleibt. Letztlich bieten wir unseren Häusern damit einen weiteren wichtigen Service.“

Die Verbesserung der Qualität der Berufsausübung durch den Integrationskurs liegt insbesondere Landesärztekammerpräsident Dr. Wesser am Herzen: „Wir als Ärztekammer stehen vor allem für die Qualität in der ärztlichen Berufsausübung. Deshalb bin ich froh, dass wir mit diesem neuen Kursangebot einen wesentlichen Schritt zu einer Optimierung der Integration ausländischer Kolleginnen und Kollegen in unsere Gesundheitseinrichtungen gegangen sind. Dies halte ich auch für eine wichtige Maßnahme zur potentiellen Fehlervermeidung, die letztlich sowohl unseren Patienten als auch den Ärztinnen und Ärzten selbst zugutekommt.“ „Darüber hinaus“, so der Präsident weiter, „halten wir es unter dem Gesichtspunkt Qualität ärztlicher Berufsausübung für unabdingbar, dass die der Berufsausübung ausländischer Ärztinnen und Ärzte vorgeschaltete Sprachprüfung, der Patientenkommunikationstest, der Landesärztekammer als hoheitliche Aufgabe vom Thüringer Gesundheitsministerium übertragen wird.“

Die erneut gestiegene Zahl ausländischer Ärztinnen und Ärzte zum Jahresabschluss 2014 waren 1191, zum Jahresabschluss 2013 waren 1125 Kolleginnen und Kollegen aus dem Ausland bei der Landesärztekammer.

Thüringen gemeldet gewesen kommentiert der Thüringer Vorsitzende des Marburger Bundes und Vizepräsident der Landesärztekammer Dr. Sebastian Roy wie folgt: „In unseren Thüringer Krankenhäusern sind ausländische Kolleginnen und Kollegen schon längere Zeit Realität. Sie sind herzlich willkommen und wir brauchen sie. Wir dürfen aber auch nicht darin nachlassen, selbst für unseren medizinischen Nachwuchs etwas zu tun.“ Dies sehen Landesärztekammer, VLK Thüringen und Landeskrankenhausgesellschaft genauso und betonen wie wichtig es ist, weiterhin erfolgreiche Maßnahmen mit den verschiedenen Partnern im Gesundheitswesen zu entwickeln und zu bündeln, um wirksam für den künftigen ärztlichen Nachwuchs in unserem Bundesland zu sorgen.

Die Landesärztekammer Thüringen ist das Selbstverwaltungsorgan der Thüringer Ärzteschaft. Sie vertritt mehr als 12 000 Ärztinnen und Ärzte.
Alle Ärztinnen und Ärzte in Thüringen sind bei der Landesärztekammer gemeldet.

Pressesprecherin: Dr. Ulrike Schramm-Häder (03641 614 - 103)

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