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Ärzteblatt Thüringen

Gemeinsame Presse-Information der Landesärztekammer Thüringen und der Kassenärztlichen Vereinigung Thüringen

Jena, Weimar, 25. Juni 2014/9

Erfolgreicher Start der Medizinischen Fortbildungstage Thüringen – Ärzte und medizinische Fachberufe tagen in Erfurt

Ärztliche Verbände: „An einer guten medizinischen Versorgung in Thüringen muss weiterhin gemeinsam mit innovativen Ideen gearbeitet werden.“

Heute sind im Erfurter Kaisersaal die von Landesärztekammer und Kassenärztlicher Vereinigung in Partnerschaft mit dem Verband Leitender Krankenhausärzte veranstalteten Medizinischen Fortbildungstage Thüringen eröffnet worden. Die Besonderheit der Medizinischen Fortbildungstage ist, dass Ärztinnen und Ärzte, Pflegekräfte, Medizinische Fachangestellte und Medizinisch Technische Assistentinnen/en (MTA) gemeinsam vier Tage Vorträge, Foren, Seminare und Workshops sowohl zu medizinisch-fachlichen als auch zu berufspolitischen Themen belegen können. Die Veranstalter rechnen mit 1.000 bis 1.500 Teilnehmern.

Fachseminare und Kurse für alle Gesundheitsberufe
Für Ärztinnen und Ärzte stehen auf dem Kongress Themen wie Psychosomatik, regenerative Medizin oder auch die Geriatrie auf dem Programm. Ein besonderes Anliegen ist es, mit den Medizinischen Fortbildungstagen den Berufsnachwuchs zu erreichen. Am 26. Juni ist deshalb speziell ein Tag für junge Ärzte konzipiert worden mit Beratungen zur Selbständigkeit, Möglichkeiten zum Erfahrungsaustausch und medizinischen Fallvorstellungen durch die jungen Kollegen.
Pflegekräfte befassen sich mit der eigenen Gesunderhaltung von der Burnout-Prävention bis zum Problem Rückenschmerz. Medizinische Fachangestellte und MTA bilden sich zur Hygiene und zur Schweigepflicht fort. Eine Veranstaltung widmet sich spezifisch dem Berufsbild MTA mit seinen verschiedenen Möglichkeiten und ein Azubitag für Medizinische Fachangestellte gehört gleichfalls dazu.

Praxiserhaltungskonzept der KV
Neben der fachlichen Fortbildung haben sich die ärztlichen Verbände in Thüringen – Kassenärztliche Vereinigung, Landesärztekammer und der Verband Leitender Krankenhausärzte - darüber verständigt, dass an einer guten medizinischen Versorgung in Thüringen weiterhin mit innovativen Ideen gearbeitet werden muss. So erstellt die KV Thüringen momentan ein Konzept zur Erhaltung wirtschaftlich selbständiger Arztpraxen. Dazu sagte Dr. Annette Rommel: „Uns geht es vor allem um die Erhaltung selbständiger Arztpraxen auf dem Land. Wenn ein Arzt hier eine Praxis aufgibt, findet er oft keinen, der sie übernimmt. Dann könnte die Stiftung zur Förderung der ambulanten ärztlichen Versorgung in Thüringen ein Angebot machen. Sie könnte die Praxis übernehmen und mit einem angestellten jungen Arzt besetzen, mit dem Ziel, dass er sie nach einer gewissen Zeit als niedergelassener Arzt übernimmt“.

Integrationskurs für ausländische Ärzte
Der Präsident der Landesärztekammer Thüringen, Dr. Mathias Wesser, betont, dass neben der Niederlassung auch im Krankenhaussektor an der Sicherung der Versorgung weitergearbeitet werden muss. „Unverzichtbar“, so Wesser, „sind dabei die 1151 ausländischen Kolleginnen und Kollegen.“ Deshalb plant die Landesärztekammer gemeinsam mit Partnern einen mehrtägigen „Integrationskurs“ für ausländische Ärztinnen und Ärzte. Ziel ist es, sowohl Grundzüge des komplizierten deutschen Gesundheitssystems als auch das notwendige Rüstzeug, vor allem im Hinblick auf den Umgang mit Patienten z.B. beim Aufklärungsgespräch zu vermitteln.

Erhöhung der Ausbildungskapazität und stärkere Praxisorientierung
Der Vorsitzende des Verbandes Leitender Krankenhausärzte, Professor Dr. Reinhard Fünfstück, fordert zur langfristigen Sicherung der medizinischen Versorgung die Erhöhung der Ausbildungskapazität für Ärzte an den Hochschulen und eine stärkere Praxisorientierung in einzelnen Studienabschnitten.

Das vollständige Kongressprogramm ist unter www.medizinsche-fortbildungstage.org einsehbar.

Ansprechpartnerin Medien: Dr. Ulrike Schramm-Häder (03641 614-103)

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