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Ärzteblatt Thüringen

Impfen

Redaktion: Ulrike Schramm-Häder
Datum: 10/08/2007 03:05:01 PM

Ärztekammer Thüringen: Fachärzte dürfen weiter gebietsübergreifend impfen Kammerversammlung beschließt Änderung der Weiterbildungsordnung

Thüringer Fachärzte werden auch weiterhin gegen Grippe, Röteln, Diptherie oder Tetanus impfen können, wenn sie die entsprechenden Qualifikationsvoraussetzungen erfüllt haben. Dazu hat die Kammerversammlung der Landesärztekammer Thüringen eine Änderung der Weiterbildungsordnung beschlossen, mit der die Durchführung aller Schutzimpfungen nach den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission zum Inhalt aller ärztlichen Fachgebiete bei Nachweis der entsprechenden Qualifikationsvoraussetzungen - Curriculäre Fortbildung Impfzertifikat - gehört. Dazu der Präsident der Landesärztekammer, Dr. med. Mathias Wesser: „Impfen ist wichtig. Unser Ziel muß sein, die Durchimpfungsraten der Bevölkerung zu erhöhen. Dazu sollten so viele Ärzte wie möglich Schutzimpfungen durchführen können.“

Hintergrund des jüngsten Beschlusses der Kammerversammlung ist, daß in einer neuen Richtlinie „Schutzimpfung“ des Gemeinsamen Bundesausschusses, die in dessen Sitzung am 21. Juni 2007 beschlossen worden war, künftig nur noch innerhalb eines Fachgebietes geimpft werden darf.





Bislang konnten Fachärzte nach Absolvierung eines Impfkurses, der alle drei Jahre aufzufrischen war, außerhalb ihres Gebietes impfen. Diese reibungslose Praxis ist mit Beschluß des Bundesausschusses unterbrochen worden. Mit der jetzigen Änderung der Weiterbildungsordnung kann daran wieder angeknüpft werden.

Grundsätzlich haben Allgemeinmediziner, Internisten oder auch Arbeits- und Betriebsmediziner eine uneingeschränkte Impfberechtigung. Fachärzte dürfen ohne zusätzliche Qualifikation nur innerhalb ihres Gebietes potentiell notwendige Impfungen durchführen wie z. B. die Chirurgen Tetanus.