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Ärzteblatt Thüringen

Paracelsus-Medaille für Professor Dr. Eggert Beleites

Redaktion: Dr. Ulrike Schramm-Häder
Datum: 06/22/2006
Präsident der Landesärztekammer Thüringen erhält höchste Auszeichnung der deutschen Ärzteschaft - Paracelsus-Medaille für Professor Dr. Eggert Beleites

Für seine herausragenden Verdienste um die ärztliche Selbstverwaltung und das Gesundheitswesen in Deutschland ist der Präsident der Landesärztekammer Thüringen, Professor Dr. Eggert Beleites, im Rahmen einer Klausursitzung des Vorstandes der Bundesärztekammer in Dresden mit der Paracelsus-Medaille der deutschen Ärzteschaft ausgezeichnet worden. Bundesärztekammer-Präsident Professor Dr. Jörg-Dietrich Hoppe würdigte Beleites als hervorragenden Arzt und Wissenschaftler, der in den Jahren nach der Wiedervereinigung an vorderster Stelle den Aufbau der ärztlichen Selbstverwaltung in Thüringen vorangetrieben habe. Darüber hinaus habe Beleites sich große und bleibende Verdienste durch seinen unermüdlichen Einsatz und seine vorbildliche Haltung als Arzt, Chefarzt, Berufs- und Gesundheitspolitiker sowie als akademischer Lehrer um die ärztliche Versorgung der Patientinnen und Patienten in Thüringen, das Fach Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, die wissenschaftliche Forschung und Lehre sowie um das Gesundheitswesen in der Bundesrepublik Deutschland erworben, so Bundesärztekammerpräsident Hoppe.

Eggert Beleites’ berufspolitisches Engagement in den Gremien der ärztlichen Selbstverwaltung auf Bundes- und Landesebene habe stets der Weiterentwicklung des Gesundheitswesens im Sinne einer vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen Arzt und Patient gegolten. Dafür habe er sich mit Tatkraft und Hingabe eingesetzt. „Seine integrativen Fähigkeiten haben ihn innerhalb der Ärzteschaft zu einem ‚Mann des Ausgleichs’ werden lassen, dessen Rat gerne gehört wird und dessen Urteil fachübergreifend größte Wertschätzung bei den Ärztinnen und Ärzten genießt“, betonte Hoppe.

Als Vorsitzender des Ausschusses für „Ethische und medizinisch-juristische Grundsatzfragen“ der Bundesärztekammer habe er federführend an der Erarbeitung und Novellierung der „Grundsätze der Bundesärztekammer zur ärztlichen Sterbebegleitung“ mitgewirkt und in dieser Funktion maßgeblich die Position der deutschen Ärzteschaft in dieser Frage gegenüber der Öffentlichkeit vertreten. „Die ‚Grundsätze zur ärztlichen Sterbebegleitung’ tragen seine Handschrift“, sagte Hoppe.

Professor Dr. Eggert Beleites, am 1. Juni 1939 in Halle an der Saale geboren, absolvierte seine Facharztausbildung an der HNO-Klinik der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Dort gründete er die Arbeits- und Forschungsgemeinschaft „Biomaterialien“. In enger Zusammenarbeit mit dem Institut für Glaschemie der Friedrich-Schiller-Universität führte Beleites das Spezialmaterial Bioverit zur Herstellung von Implantaten für den Gehörknöchelchenersatz in die HNO-Heilkunde ein. Aus „Beleites’ Bioverit“ werden heute neben Mittelohrprothesen auch Implantate für Rekonstruktionen im Schädelbereich und der Gesichtschirurgie hergestellt.

Als Leiter der Universitäts-HNO-Klinik Jena, deren Direktorat er 1994 übernahm, führte Eggert Beleites neue OP-Techniken zur Versorgung von hörgeschädigten Patienten und zur videogestützten Nasenchirurgie ein. „Viele Menschen verdanken ihr wiederhergestelltes und erhaltenes Hörvermögen dem Können des hervorragenden Operateurs Eggert Beleites, dem die hörverbessernden Operationen ebenso wie die Versorgung von Schwerhörigen mit Hörgeräten immer ein großes Anliegen waren“, erklärte Hoppe.

Nach dem Fall der Mauer 1989 war Beleites treibende Kraft bei der Gründung einer grenzüberschreitenden Vereinigung mitteldeutscher HNO-Ärzte. Im Juli 1990 wurde er zum ersten Präsidenten der Landesärztekammer Thüringen gewählt und seitdem in diesem Amt mehrmals bestätigt.


Ansprechpartnerin: Dr. Ulrike Schramm-Häder
Pressesprecherin
03641/614103