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Ärzteblatt Thüringen

Presse-Information

Ärztekammerpräsident Wesser zu Honorarkürzungen für niedergelassene Ärzte bei langen Wartezeiten: Bahr-Vorschlag geht an Versorgungsrealität vorbei

Der jüngste Vorschlag von Gesundheitsminister Daniel Bahr, das Honorar niedergelassener Ärzte zu verringern, wenn sie Kassenpatienten zu lange auf einen Behandlungstermin warten lassen, geht nach Ansicht des Präsidenten der Landesärztekammer Thüringen Dr. Mathias Wesser an der Versorgungsrealität vorbei: „Insbesondere in den neuen, vom Ärztemangel gekennzeichneten Bundesländern ist dieser Vorschlag absurd“, so Wesser. „Gerade hier müssen die Kolleginnen und Kollegen bis zur Leistungsgrenze arbeiten, um die Patientenströme zu bewältigen. Und dann sollen sie auch noch mit Honorarkürzungen bestraft werden, weil es durch die vielen, zu behandelnden Patienten zu Problemen bei der Terminvergabe kommt. Die Ärzteschaft in Thüringen ist geschlossen gegen diesen Vorschlag.“

Darüber hinaus hofft der Präsident der Landesärztekammer Thüringen, „daß diese jüngste Idee, die Ärztinnen und Ärzten Terminvergabe nach Gutdünken unterstellt, nun Endpunkt der in den vergangenen Tagen wieder einmal betriebenen Ärzteschelte ist. Ich denke hier an die Vorwürfe der AOK, Ärzte würden zu wenig arbeiten oder auch die jüngst vorgebrachten Unterstellungen zu massiven Falschabrechnungen im Krankenhaus. Diese Art der Diskussion ist auf jeden Fall wenig zielführend und bewirkt letztlich nur, jungen, künftigen Ärztinnen und Ärzten die Lust an unserem Beruf zu verderben. Dann werden wir wohl künftig noch mehr über Ärztemangel in Deutschland reden müssen.“

Pressesprecherin: Dr. Ulrike Schramm-Häder (03641 614 - 103)