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Ärzteblatt Thüringen

Presse-Information der Kassenärztlichen Vereinigung Thüringen

Thüringen-Stipendium hat sich etabliert - 100 Stipendien genehmigt

Weimar, 15.08.2013

100 Thüringen-Stipendien bereits genehmigt

Die „Stiftung zur Förderung ambulanter ärztlicher Versorgung in Thüringen“ konnte bereits 100 Stipendien mit einem Volumen von über 1,0 Mio. € an Ärzte in Weiterbildung, die sich zukünftig in Thüringen niederlassen wollen, genehmigen. Seit dem 1.Januar 2013 haben auch fünf Ärzte in augenärztlicher Weiterbildung von dem Thüringen-Stipendium profitiert, drei konnten mit Hilfe von Zuwendungen des Thüringer Ministeriums für Soziales, Familie und Gesundheit gefördert werden.

„Das Thüringen-Stipendium als ein Baustein zur Sicherung des medizinischen Nachwuchses in der ambulanten Versorgung in Thüringen hat sich etabliert.“ so die Vorsitzende des Stiftungsbeirates, KV-Vorsitzende Dr. Annette Rommel. “Wir sind positiv überrascht, dass das Thüringen-Stipendium so ein Erfolg geworden ist und wünschen uns eine noch breitere Resonanz auch über Thüringen hinaus.“

Das Konzept des Eigenbetriebs von hausärztlichen Arztpraxen durch die Stiftung hat sich ebenfalls bewährt. Mittlerweile betreibt die Stiftung drei allgemeinmedizinische Arztpraxen in ambulant unterversorgten Gebieten in Thüringen (Gotha, Gräfenthal und Weida); weitere sogenannte Stiftungs-Praxen sind bereits für das nächste Jahr geplant. Hier wird ebenfalls der Fokus auf medizinisch unterversorgte Regionen gelegt. Mit Hilfe von Stiftungs-Praxen soll es jungen Mediziner/innen ermöglicht werden, die Anstellung übergangsweise als Einstieg in die Niederlassung zu nutzen. Gleichwohl ist es auch möglich, über einen längeren Zeitraum in Anstellung als Hausarzt – vorwiegend im ländlichen Bereich - tätig zu sein. Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr hat bereits im April dieses Jahres bei einem Besuch einer Stiftungs-Praxis betont, dass die Stiftung mit dem Betrieb sogenannter Eigeneinrichtungen im hausärztlichen Bereich, die Möglichkeiten des Versorgungsstrukturgesetzes in bundesweit einmaliger Art und Weise nutzt und damit eine Vorreiterrolle einnimmt.

Die „Stiftung zur Förderung der ambulanten ärztlichen Versorgung in Thüringen“ wurde im Juli 2009 vom Freistaat Thüringen und der Kassenärztlichen Vereinigung Thüringen errichtet, um gemeinsam gegen den drohenden Ärztemangel vorzugehen. Dabei stehen insbesondere

  • die Schaffung des Thüringen-Stipendiums zur Bindung junger Fachärzte an die ambulante medizinische Versorgung im Freistaat Thüringen,
  • der Betrieb von Arztpraxen als sog. Eigeneinrichtungen sowie
  • die bedarfsbezogene Förderung ambulanter ärztlicher und psychotherapeutischer Weiterbildung und
  • die Unterstützung kommunaler Angebote zur Niederlassung in ländlichen Gemeinden im Vordergrund.