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Studientag "Ethik in der Medizin"
Rationierung im Gesundheitswesen - ist alternative Medizin ethisch noch vertretbar?

Studientag "Ethik in der Medizin"
Rationierung im Gesundheitswesen – ist alternative Medizin ethisch noch vertretbar?
Am Samstag, 1.4.2000, findet ab 9.30 Uhr im Hörsaal der Chirurgischen Klinik der Universität Jena, Bachstraße 18, der nächste Studientag "Ethik in der Medizin" statt. Die öffentliche Veranstaltung befaßt sich mit dem aktuell bedeutsamen Thema "Rationierung im Gesundheitswesen – ist alternative Medizin ethisch noch vertretbar?"
Die gegenwärtige gesundheitspolitische Situation erzwingt eine Rationierung. Ärzte kommen in die ethische Konfliktlage, entscheiden zu müssen, welche Maßnahmen bei Patienten unverzichtbar und welche nachrangig sind. Dazu bedarf es Kriterien. Eines davon ist die Wirksamkeit der Therapie. Während sich die wissenschaftliche Medizin diesem Kriterium stellt, gilt dies für die alternative Medizin nur mit Ausnahmen. Angesichts knapper Mittel muß sich die Frage stellen: Sind alternativ-medizinische Therapien, deren Wirksamkeit nicht wissenschaftlich belegt ist, ethisch noch vertretbar?
Unter Leitung von Prof. Dr. med. Dietfried Jorke wenden sich drei Experten, Prof. Dr. med. E. Hahn, Universität Erlangen, PD Dr. Dr. phil. H. Walach, Universität Freiburg, und Prof. Dr. M. Hamburger, Universität Jena, diesem drängenden Problem zu.
Die Veranstalter, die Akademie für ärztliche Fort- und Weiterbildung der Landesärztekammer Thüringen, das Collegium Europaeum Jenense und die Medizinische Fakultät der Universität Jena, laden alle Interessenten zur Teilnahme am "Studientag" herzlich ein. Im Anschluß an die Vorträge besteht die Möglichkeit, in der Generaldebatte eigene Meinungen und Ansichten einzubringen.