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Ärzteblatt Thüringen

PM151101

Krankenhausplan - Landesärztekammer unterstützt Pietzsch
Krankenhausplan - Landesärztekammer unterstützt Pietzsch
Die von Gesundheitsminister Dr. Frank-Michael Pietzsch signalisierte Absicht, die Psychiatrie des Universitätsklinikums in Jena zu belassen, hat die volle Unterstützung der Landesärztekammer Thüringen.
Dazu Professor Eggert Beleites, Präsident der Landesärztekammer Thüringen: "Krankenhausplanung bedeutet immer, mit Einschnitten, beispielsweise in der wohnortnahen Betreuung, rechnen zu müssen, aber diese Einschnitte müssen wenigstens Sinn machen. Das kann man von einer Verlegung der Psychiatrie von Jena nach Stadtroda nicht behaupten. Die Forderung der Kassen ist nicht nachvollziehbar, besonders im Hinblick auf den Nutzen dieser Maßnahme! Kosten können damit mit Sicherheit nicht gesenkt werden."
Die Landesärztekammer warnt eindringlich vor einer Verlegung der Psychiatrie nach Stadtroda. Dies würde sich verheerend auf den medizinischen Nachwuchs auswirken, weil nur am Studienort das Fach von Studenten wahrgenommen wird und ihr Interesse weckt. Dabei zeichnet sich jetzt schon ab, daß der Bedarf an Fachärzten für Psychiatrie zunimmt. Infolge des höheren Lebensalters der Menschen wächst auch die Zahl psychiatrischer Erkrankungen (z. B. M. Alzheimer). Beleites: "Deshalb kann ich mir keinen Arzt in Thüringen vorstellen, der den Abzug der Psychiatrie vom Studienort Jena sinnvoll fände."