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Ärzteblatt Thüringen

PM190202

Lebendspendekommission hat Arbeit aufgenommen
Umsetzung des Transplantationsgesetzes nun auch in Thüringen - Lebendspendekommission hat Arbeit aufgenommen
Die Lebendspendekommission der Landesärztekammer Thüringen ist gestern erstmalig zusammengetreten. Damit entscheidet jetzt auch in Thüringen ein unabhängiges Gremium darüber, ob ein gesunder Mensch seine Niere oder Teile der Leber einem Kranken spenden darf.
Die Lebendspendekommission besteht aus einem Arzt, der kein Transplantationsmediziner sein darf, einer Psychologin sowie einem Juristen mit Befähigung zum Richteramt. Sie überprüfen im Vorfeld der Transplantation, ob die Einwilligung in die Organspende freiwillig und unentgeltlich erfolgt ist, um Organhandel bei Lebendspenden auszuschließen.
Die Kommission hat gestern über die erste Lebendspende positiv entschieden. Künftig wird sie je nach Bedarf, voraussichtlich alle zwei Wochen, tagen.
Die Lebendspendekommissionen sollten in den Bundesländern laut Transplantationsgesetz (1997) bereits 1999 ihre Arbeit aufnehmen. Nur in Thüringen kam es zu Verzögerungen, weil das Land der Ärztekammer diese Aufgabe erst Ende 2001 übertrug.