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Ärzteblatt Thüringen

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ärztewoche thüringen - Ärzte bilden sich zu Erkrankungen des Stütz- und Bewegungapparates und zu Naturheilverfahren fort
ärztewoche thüringen - Ärzte bilden sich zu Erkrankungen des Stütz- und Bewegungapparates und zu Naturheilverfahren fort

Ärztinnen und Ärzte sowie Pflege- und medizinisches Assistenzpersonal treffen sich vom 5. bis zum 7. April in Weimar zur ärztewoche thüringen, der größten interdisziplinären Fort- und Weiterbildungsveranstaltung in unserem Bundesland. Tagungsort ist die Weimarhalle.
Professor Eggert Beleites, Präsident der Landesärztekammer Thüringen dazu: "Fortbildung gehört zu den Berufspflichten von Ärztinnen und Ärzten. Je besser fortgebildet unsere Ärzte sind, desto besser ist die medizinische Versorgung in Thüringen. Dazu leistet die ärztewoche, die zum zehnten Mal in Weimar stattfindet, einen wichtigen Beitrag. Fortbildung ist Patientenschutz!"
In diesem Jahr stehen als Hauptthemen der ärztewoche Naturheilverfahren und Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates auf dem Programm. Dabei stellen die Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates nicht nur ein großes medizinisches, sondern auch ein sozioökonomisch bedeutsames Problem dar. Etwa 4% der Bevölkerung leiden an schwerwiegenden, langfristig behandlungsbedürftigen rheumatischen Erkrankungen, so daß diese Krankheiten weitaus häufiger als Krebsleiden sind. Auch sind 15-20% aller Ausfalltage wegen Arbeitsunfähigkeit auf Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates zurückzuführen Die Kosten für die medizinische Versorgung sind immens. Allein für die Behandlung werden in Deutschland weit mehr als 10 Milliarden Euro im Jahr veranschlagt. Verbreitungsgrad und Kostenintensität der Erkrankungen erfordern, daß Ärztinnen und Ärzte sie frühzeitig erkennen und sie sachgemäß behandeln. Deshalb werden am Sonnabend, 6. 4. 2002, unter der wissenschaftlichen Leitung von Professor Rudolf-Albert Venbrocks, Direktor der Klinik für Orthopädie am Waldkrankenhaus Eisenberg, sowie Professor Gert Hein, Leiter des Bereiches Rheumatologie am Universitätsklinikum Jena, Diagnostik und Therapie der häufigsten Krankheitsbilder und Funktionsstörungen des Bewegungs- und Stützapparates - beispielsweise der Rückenschmerz oder die Osteoporose - abgehandelt.
Das zweite Hauptthema der ärztewoche thüringen, der Stellenwert der Naturheilverfahren in der modernen Medizin, steht unter der wissenschaftlichen Leitung von Professor Christine Uhlemann, Institut für Physiotherapie, Universität Jena. Inhalte, Wirkungen und Wirkprinzipien von Naturheilverfahren sollen erläutert werden. Dabei stehen die klassischen Naturheilverfahren im Mittelpunkt, die sogenannten fünf Kneippsäulen - die Hydrotherapie, Diätetik, Bewegungstherapie/Massage, Phytotherapie und Ordnungstherapie.
Naturheilverfahren können häufig die schulmedizinischen Behandlungen ergänzen. Nicht selten sind sie eine sinnvolle Alternative zur Schulmedizin und manchmal sogar die einzige Möglichkeit einer sinnvollen Behandlung. Deshalb sollen mit der Veranstaltung die Kenntnisse von Ärztinnen und Ärzten über Naturheilverfahren erweitert und vertieft werden, um für Patientinnen und Patienten das mögliche Behandlungsspektrum zu erweitern.
In einer öffentlichen Podiumsdiskussion am Sonnabend, 6. April 2002, um 19. 00 Uhr in der Weimarhalle stehen die Themenleiter der ärztewoche thüringen unter der Überschrift "Heilen ohne Pille. Experten geben Antwort." für alle Interessierten zur Verfügung.