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Ärzteblatt Thüringen

Häusliche Gewalt

Redaktion: Ursula Liebeskind
Datum: 07/19/2005
Häusliche Gewalt und die Rolle des Gesundheitswesens
Gewaltopfer
-erkennen - dokumentieren – rechtliche Schritte und Hinweise für den Umgang mit Geschädigten
-ärztliche Beratung und Schweigepflicht
-Rechtsvorschriften für Ärzte

Gewalt und ihre Folgen, ob häuslich oder außerhalb der Familie, ist leider zum gesamtgesellschaftlichen Thema geworden.

Erstkontakt wird in der Regel beim Notarzt oder - Zahnarzt, in der Unfallambulanz oder beim Hausarzt gesucht. Wenn alle Wunden versorgt sind wird an weitere Schritte gedacht. Dann ist der Patient aus der Sprechstunde entlassen. Dazu muß es nicht kommen, aber wie spricht er das Opfer am besten darauf an? Hat der Arzt eine Meldepflicht bei Verdacht auf ein Gewaltdelikt? Ist er selbst ausreichend informiert über die neuen Präventions-/Integrationsstellen bei der Polizei? Weiß er, dass man Beweisstücke ein Jahr aufbewahren lassen kann, um sich klar zu werden, ob man als Opfer familiärer Gewalt eine Anzeige machen möchte?
Auf diese und noch mehr Fragen wird in einer gemeinsamen Veranstaltung der Landesärztekammer Thüringen und des Arbeitskreises Frauengesundheit in Thüringen, Landesstelle Gewaltprävention im Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit, am 07.09.05 in der Multifunktionshalle des Ministeriums Antworten gegeben.
Eine Rechtsmedizinerin und Staatsanwältin aus Thüringen werden in ihren Referaten auf den Umgang der Ärzte/Zahnärzte mit Opfern nach Gewalteinwirkung eingehen.

Diese interdisziplinäre Veranstaltung wird für Ärzte und Zahnärzte mit 4 Fortbildungspunkten der Kategorie A bewertet.

Ort: Ministerien-Komplex, Multifunktionssaal an der Cafeteria, Werner-Seelenbinder-Straße 6, 99096 Erfurt
Tagesordnung
15.00 Uhr Begrüßung durch die Moderatorin

15.15 Uhr Professioneller Umgang mit von Gewaltbetroffenen
Bericht vom Berliner Modellprojekt Häusliche Gewalt gegen Frauen: gesundheitliche Versorgung
Referentin: Hildegard Hellberndt

16.00 Uhr Thüringer Hilfenetzwerk und Interventionsverlauf
Frauenhäuser und Interventionsstellen – Katrin Engel
Kinderschutzdienst – Uwe Werner (?)
Landesstelle Gewaltprävention – Sabine Guntau
Täterberatungsstelle Notbremse - Jakob
Weißer Ring – Angelika Landmann

17.00 Uhr Rechtsmedizinische Aufgaben und Angebote für Ärzte;
Empfehlungen für Privatpersonen und behördliche Stellen;
Beispielfälle
Referentin: Dr. med. Sibylle Banaschak, Jena

17.45 Uhr Berufsrechtliche Hinweise / Sicht der Staatsanwaltschaft
Schweigepflicht und Offenbarungsrecht, Dokumentation, Interpretation; Die Rechtsmedizin - eingebunden in den Bereich Justiz und das Hilfesystem
Referentinnen: Sabine Butters, Rechtsabteilung der Landesärztekammer
Dr. Weber, Staatsanwältin

Ende: 18.30 Uhr