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Ärzteblatt Thüringen

Lebendspende 2005

Redaktion: Dr. Ulrike Schramm-Häder
Datum: 03/08/2006
2005 – In 18 Fällen ein positives Votum für die Lebendspende
Die Lebendspendekommission der Landesärztekammer Thüringen hat im vergangenen Jahr 18mal positiv über eine Lebendspende entschieden. Dabei handelt es sich in zehn Fällen um eine Leber- und in acht Fällen um eine Nierenlebendspende.

Die Lebendspendekommission ist seit 2002 bei der Landesärztekammer Thüringen etabliert. Als unabhängiges Gremium befindet sie darüber, ob ein gesunder Mensch seine Niere oder Teile der Leber einem Kranken spenden darf. Die Wahrnehmung dieser Funktion ist der Landesärztekammer vom Land Thüringen übertragen worden. Die Mitglieder der Kommission werden im Einvernehmen mit dem Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit vom Vorstand der Landesärztekammer berufen.
Die Lebendspendekommission besteht aus einem Arzt, der kein Transplantationsmediziner sein darf, einem Psychologen sowie einem Juristen mit Befähigung zum Richteramt. Sie überprüfen im Vorfeld der Transplantation, ob die Einwilligung in die Organspende freiwillig und unentgeltlich erfolgt ist, um Organhandel bei Lebendspenden auszuschließen.
Mit den 18 Lebendspenden von 2005 wurde erstmals wieder an die relativ hohe Zahl von 19 Lebendspenden (13 Nieren und sechs Lebern) im ersten Jahr des Bestehens der Kommission angeknüpft. 2004 dagegen gab es 15 (13 Nieren und zwei Lebern) und 2003 (6 Nieren und eine Leber) lediglich sieben Lebendspenden in unserem Bundesland.