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Ärzteblatt Thüringen

Aufruf_Influenza

Redaktion: Frau Liebeskind
Datum: 10/04/2006
Aufruf zur Influenza-Impfung für Beschäftigte in Gesundheitseinrichtungen
Medizinisches Personal gehört zu den Zielgruppen, für die die Influenza-Impfung von der Ständigen Impfkommission (STIKO) ausdrücklich empfohlen wird.

Schutz der Patienten
Zu den vermeidbaren Gefahren im Krankenhaus erworbener (nosokomialer) Infektionen gehört auch die Virusgrippe. Sie als Ärzte oder Pflegepersonal können während einer Influenza-Saison auch unwissentlich, also ohne wesentliche Symptome, Träger von Influenza-Viren sein, und so zur möglichen Infektionsquelle für die Patienten werden. Insbesondere chronisch Kranke, Immunsupprimierte oder Patienten im fortgeschrittenen Lebensalter sind durch schwere, manchmal auch tödliche Verlaufsformen einer Influenza in besonders hohem Maße gefährdet.
Als medizinisches Personal tragen Sie eine besondere Verantwortung gegenüber den Ihnen anvertrauten Menschen.

Persönlicher Schutz
Das Risiko, an einer Influenza-Infektion zu erkranken, ist für Sie als medizinisches bzw. pflegerisches Personal, wegen des häufigen Kontaktes mit Kollegen sowie auch Patienten, die z.T. ja schon wegen einer Influenza-Infektion ins Krankenhaus eingeliefert wurden, deutlich höher.

Schützen Sie Familie und Freunde
Darüber hinaus können Sie erworbene Influenza-Infektionen auch ins private Umfeld mitnehmen, und die eigenen Familienangehörigen und Freunde gefährden.

Kommen Sie der Grippe zuvor und lassen Sie sich impfen
Die Wirksamkeit der Influenza-Impfung konnte eindeutig belegt werden und beträgt bei gesunden Erwachsenen 80 bis 90 %!
Der gegenwärtig verwendete, und jedes Jahr von der WHO aktualisierte, Influenza-Impfstoff ist ein Todimpfstoff und schützt Sie während der Grippesaison sehr wirksam gegen die er­warteten zirkulierenden Influenza-Varianten. Er schützt nicht gegen andere Erreger, die Erkältungskrankheiten auslösen.
Die heute verwendeten Influenza-Impfstoffe enthalten nur die Bestandteile, die für die Antikörperbildung notwendig sind, sog. Spalt- oder Subunit-Impfstoffe. Sie sind daher sehr gut verträglich.
Sofern überhaupt Nebenwirkungen nach der Influenza-Schutzimpfung auftreten, beschränken sich diese sich auf lokale Reaktionen an der Impfstelle (Schwellung, Rötung) bzw. leichte Allgemeinsymptome (niedriges Fieber, Abgeschlagenheit).

Der beste Zeitpunkt für eine Impfung ist vorzugsweise der Beginn des Herbstes, bevor die Grippewelle einsetzt. Etwa 2 bis 3 Wochen nach der Impfung hat Ihr Körper einen ausreichenden Impfschutz aufgebaut.

Denken Sie daran:

Wirksamen Schutz vor der Grippe bietet nur die rechtzeitige Impfung!