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Ärzteblatt Thüringen

Ostabschlag

Redaktion: Dr. Ulrike Schramm-Häder
Datum: 11/15/2006
Bundestag hat Vertragsarztrechtsänderungsgesetz beschlossen – Abschaffung des Ostabschlages
Am 27. Oktober 2006 hat der Bundestag das Gesetz zur Änderung des Vertragsarztrechts beschlossen. Nach Aussage der Bundesgesundheitsministerin bieten die neuen Regelungen im Vertragsarztrecht Ärztinnen und Ärzten viele Gestaltungsmöglichkeiten. So kann jeder Arzt und jede Ärztin frei wählen, ob er oder sie im Krankenhaus, in der niedergelassenen Praxis arbeitet oder über eine Teilzulassung beides macht, also sowohl im stationären als auch im niedergelassenen Bereich tätig ist.

Das Gesetz sieht zahlreiche Erleichterungen der vertrags(zahn)ärztlichen Leistungserbringung vor, indem es u.a.
- ermöglicht, den aus der Zulassung folgenden Versorgungsauftrag auf die Hälfte einer hauptberuflichen Tätigkeit zu beschränken (sog. Teilzulassung), und damit zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie beiträgt,

- Vertragsärzten ermöglicht, gleichzeitig auch als angestellte Ärzte in Krankenhäusern zu arbeiten,

- die Anstellungsmöglichkeiten von Ärzten und Zahnärzten verbessert,


- die Altersgrenze für den Zugang zur vertragsärztlichen Tätigkeit von 55 Jahren ganz und die Altersgrenze für das Ende der vertragsärztlichen Tätigkeit von 68 Jahren in unterversorgten Gebieten aufhebt.


Schließlich sieht der Gesetzentwurf vor, daß der in den neuen Bundesländern bislang noch geltende Vergütungsabschlag für privatärztliche Leistungen aufgehoben wird.
Das Gesetz bedarf nicht der Zustimmung des Bundesrates und wird am 1. Januar 2007 in Kraft treten.

(Quelle: www.bmg.bund.de)