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Ärzteblatt Thüringen

Risikoaufklärung bei der medizinisch indizierten Blutentnahme?

Muss bei der medizinisch indizierten Blutentnahme aus der Vene des rechten Handgelenks über das Risiko einer Nervenschädigung aufgeklärt werden? Nein, sagt das Landgericht Heidelberg. Dabei stellt es wesentlich darauf ab, dass die Blutentnahme in dem zu entscheidenden Fall medizinisch notwendig und damit für den Patienten von erheblichem Nutzen gewesen ist.

Etwas anderes gelte dagegen bei der nicht indizierten Blutentnahme (fremdnützige Blutspende, vgl. hierzu BGH, Urteil vom 14.03.2006, Az.: VI ZR 279/04), bei der Blutentnahme an besonderen Körperstellen (z.B. aus der zentralen Halsvene) und bei intravenösen Injektionen (vgl. OLG Dresden, Urteil vom 24.07.2008, Az.: 4 U 1857/07).

LG Heidelberg, Urteil vom 29.06.2011, Az.: 4 O 95/08