Sie befinden sich:
Kontakt
Landesärztekammer Thüringen
Im Semmicht 33
07751 Jena
+49 (0)3641 614-0
+49 (0)3641 614-169
Kontakt
Seitenfunktionen
Ärzteblatt Thüringen

Orientierungshilfe Radiologie

Redaktion: Frau Dr. Hofmann-Preiß
Datum: 08/06/2003
Einleitung
Die Ihnen hier vorliegende Orientierungshilfe wurde vom Qualitätszirkel CT/MRT der KV Thüringen erarbeitet. Ihm gehören derzeit 37 in Kliniken bzw. der Ambulanz tätige Radiologen an.
Sie haben versucht die Patientenschutzrichtlinie der europäischen Strahlenschutzkommission auf Thüringer Verhältnisse umzusetzen. Nicht abgedeckt wird durch diese Arbeit die pädiatrische Radiologie. Auch sind keine spezielle Angaben zum Dosisbedarf einzelner Untersuchungen enthalten. Hierfür liegen in Deutschland bisher noch keine Richtwerte vor.

Warum brauchen wir Empfehlungen?
Bildgebende Verfahren ordnen sich als „Mosaikstein“ nach Anamnese und differenzierter klinischer Untersuchung ggf. zusammen mit den Ergebnissen anderer diagnostischer Verfahren zu dem Gesamtbild der Diagnose eines Patienten.
Röntgenuntersuchungen und auch Untersuchungen mit anderen bildgebenden Verfahren sind aber nur dann sinnvoll, wenn ihr Ergebnis die klinische Diagnose bestätigt bzw. ausschließt, oder ihr Ergebnis das therapeutische Vorgehen beim Patienten ändert. In einigen klinischen Situationen erfüllen radiologische Untersuchungen diese Kriterien nicht. Diese unnötigen Untersuchungen erhöhen Wartezeiten für unsere Patienten, belasten unsere limitierten Ressourcen und führen vor allem zu unnötiger Strahlenexposition.

Die Indikation zu einer radiologische Untersuchung sollte sehr genau überprüft werden. Der Radiologe muß dies nach § 23 RöV ohnehin tun. Aus Gründen der kollegialen Zusammenarbeit ist es jedoch sinnvoll, sich bereits bei der Anforderung von Röntgenuntersuchungen einige Grundregeln vor Augen zu führen.
Was soll die Orientierungshilfe bewirken?
In manchen klinischen Situationen gibt es gesicherte radiologische Vorgehensweisen. Diese sind in Leitlinien zusammengefaßt, die dem Arzt helfen, in einer gegebenen klinischen Situation die richtige Entscheidung zum Wohl der Patienten zu treffen (z.B. Leitlinien AWMF – im Internet einsehbar).
Auch die hier vorliegende Orientierungshilfe, die auf der Leitlinie Strahlenschutz 118 der europäischen Strahlenschutzkommission (Patientenschutzrichtlinie) basiert, sollen dem gleichen Zweck dienen. Sie hat empfehlenden Charakter und soll nicht als starre Vorgehensweise angesehen werden. Sie ist ein Konzept, das auf Erfahrung basiert. Die individuelle Situation des Patienten muß dabei stets berücksichtigt werden. Ein Regelwerk kann nie alle Situationen vorhersehen, im Zweifelsfall ist immer eine Rücksprache mit dem Radiologen ratsam.
Besonders Notfallsituationen sollten immer im Einzelfall mit dem Untersucher diskutiert werden.

Für wen ist die Orientierungshilfe vorgesehen?

Diese Empfehlung richtet sich sowohl an Krankenhausärzte als auch an niedergelassene Ärzte .

Wie ist sie aufgebaut?

Die Empfehlung ist tabellarisch angelegt und in 4 Spalten gegliedert.
In der ersten Spalte findet sich die klinische Ausgangssituation, die zumeist symptombezogen ist.
In der zweiten Spalte sind die möglichen bildgebenden Verfahren aufgeführt.
In der dritten Spalte werden Empfehlungen bezüglich des Einsatzes für die einzelnen Untersuchungsmethoden ausgesprochen und soweit erforderlich, in der vierten Spalte kommentiert.

Bei Klick mir der linken Maustaste wird das Dokument angezeigt
Bei Klick mit der rechten Maustaste kann man die Datei herunterladen.
OrientierungshilfeRadiologie.pdf