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Ärzteblatt Thüringen

Schriftenreihe

Band 1

Humane Krankenversorgung oder Beitragsstabilität?, hrsg. im Auftrag der Landesärztekammer Thüringen von Dietfried Jorke, Jena 1999.

Der Band ist bei der Landesärztekammer Thüringen kostenlos zu beziehen!

Zum Inhalt

“Humane Krankenversorgung” und “Beitragsstabilität” scheinen immer weniger vereinbar. Zwischen diesen Polen bewegt sich zumeist die gesundheitspolitische Debatte. Oft entsteht dadurch der Eindruck, als ob in unserem Gesundheitswesen nur noch die Wahl zwischen Beitragserhöhung oder Rationierung bestünde.

Um Klarheit zu dieser Problematik zu gewinnen, werden in der Publikation Überlegungen von Experten verschiedener Fachrichtungen präsentiert.

Peter M. HuberDie Finanzierbarkeit medizinischer Leistungen im Koordinatensystem des Grundgesetzes
Peter OberenderNeue Anforderungen an das Gesundheitswesen
Klaus-M. KodalleEigenverantwortung. Das Problem der Gerechtigkeit in der Debatte über den Umbau des Gesundheitssystems
Christoph FuchsÄrztliche Überlegungen zum Umgang mit Mangelsituationen im Gesundheitswesen – Zielkonflikte und Güterabwägungen

Band 2


Reyk Seela, Die Ärzteschaft in Thüringen. Eine Vereins- und Standesgeschichte, Jena 2000.

Der Band ist bei der Landesärztekammer Thüringen kostenlos zu beziehen!

Zum Inhalt

Die Publikation basiert auf umfangreichen Quellenrecherchen in verschiedenen thüringischen Staats- und Kommunalarchiven sowie im Jenaer Universitätsarchiv und bietet einen instruktiven Überblick über Entwicklungen und Tendenzen in der Geschichte des ärztlichen Standes- und Organisationswesens vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Berücksichtigung findet dabei ebenso die Gründung zahlreicher Ärzte-Vereine im 19. Jahrhundert wie die “Selbstgleichschaltung” der ärztlichen Institutionen während der NS-Zeit. Gerade in diesem Zusammenhang kann die Publikation auch dazu dienen, auf Fallstricke und Probleme ärztlichen Denkens und Handelns hinzuweisen und heutiges ärztliches Selbstverständnis immer wieder zu überdenken oder neu zu bestimmen.

Band 3

Rationierung im Gesundheitswesen. Ist alternative Medizin ethisch noch vertretbar?, hrsg. im Auftrag der Landesärztekammer Thüringen von Dietfried Jorke, Jena 2001.

Der Band ist bei der Landesärztekammer Thüringen kostenlos zu beziehen!

Zum Inhalt

Die Autoren, der Jenaer Professor Matthias Hamburger, der Erlanger Professor Eckhart G. Hahn sowie der Freiburger Arzt Dr. Harald Walach gehen in der Publikation der Frage nach, ob alternativ-medizinische Verfahren unter den Bedingungen von Rationierung im Gesundheitswesen ethisch noch verantwortet werden können, weil die Wirksamkeit alternativ-medizinischer Verfahren häufig nicht anerkannt klinisch bewertet ist. Gleichzeitig sind sie in der Bevölkerung beliebt, und Ärzte bieten sie zunehmend an. Von verschiedenen Seiten wird sich dem Problem genähert. Während Hahn evidenzbasierte Naturheilverfahren bespricht, erkundet Walach die Popularität alternativ-medizinischer Verfahren. Hamburger referiert über die Suche nach wissenschaftlichen Prinzipien in der Phytotherapie.

Band 4

Menschliche Verantwortung gestern und heute. Beiträge und Reflexionen zum nationalsozialistischen Euthanasie-Geschehen in Thüringen und zur aktuellen Sterbedebatte
hrsg. von Eggert Beleites, Jena 2008.

Der Band ist bei der Landesärztekammer Thüringen kostenlos zu beziehen!

Der langjährige Präsident der Thüringer Ärztekammer Professor Dr. Eggert Beleites hat die Beiträge dieses Bandes der Schriftenreihe herausgegeben. Beleites ist jedoch während der Entstehungszeit des Werkes verstorben. Deshalb sind die Schlußbetrachtungen auch nicht von ihm, sondern vom Bundesärztekammerpräsidenten Professor Dr. Jörg-Dietrich Hoppe vollendet worden.

Ausgangspunkt des Bandes ist die Frage, wie in einem „so hochentwickelten europäischen Kultur- und Industrieland“ wie Deutschland staatlich veranlaßte und beaufsichtigte Verbrechen wie die Euthanasie geschehen und wie viele Bürger, darunter auch viele Ärzte, sich daran beteiligen konnten. Die Schwierigkeit, eine Antwort zu finden, zeigte sich, so Eggert Beleites in seinem Vorwort, in Jena bei Bekanntwerden der Verstrickungen des bis dahin angesehenen Kinderarztes und Ordinarius Jussuf Ibrahim in die Euthanasie. Es entbrannte eine heftige Debatte über die weitere Beurteilung der Person und darum, wie man mit diesem „Erbe“ umzugehen habe.

In dem Band „Menschliche Verantwortung“ wird der Versuch einer Klärung der Frage unternommen, indem der komplexe Sachverhalt in vier großen Kapiteln – „Verantwortung im Erinnern“, „Geschichtliche Problemfelder“, „Im Streit um Ibrahim“ und „Sterbehilfe in unserer Zeit“ – aufgearbeitet wird. Die Besonderheit ist hier der interdisziplinäre Ansatz, indem vom Philosophen über den Theologen bis hin zu Historikern und Neuropädiatern das Problem beleuchtet und der Fall Ibrahim in das Gesamtfeld Euthanasie, Ärzte und der Nationalsozialismus in Thüringen, aktuelle Sterbehilfedebatten, aber auch Entwicklungen des Menschenbildes verortet wird. Eine nützliche Zeittafel läßt auch den historisch nicht so bewanderten Leser schnell Orientierung finden.

Dieses durch Quellen umfänglich fundierte Buch soll, so die Intention des Herausgebers, einen weiteren Beitrag zu der schwierigen Diskussion leisten und auch verschiedene Sichten auf das Problem einbeziehen. Beleites war es wichtig, Diskussion aus unterschiedlichen Perspektiven zuzulassen.

Die heutige Position der Ärzteschaft zu ihrer Vergangenheit ist gleich zu Anfang formuliert. Die Thüringer Ärzteschaft bedauert in einer dem Buch vorangestellten Erklärung zutiefst, daß auch in Thüringen Menschen durch Ärzte Leid und Tod erfahren haben.