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Ärzteblatt Thüringen

Statement des Präsidenten der Landesärztekammer Thüringen, Dr. med. Mathias Wesser, zu dem vom Bundestag beschlossenen Versorgungsstrukturgesetz

Positive Ansätze

(Jena, 1. Dezember 2011) „Mit dem heute vom Bundestag beschlossenen Versorgungsstrukturgesetz ist endlich von politischer Seite das Problem Ärztemangel anerkannt und versucht worden, erste Schritte zur Lösung des Problems auf den Weg zu bringen.

Dabei ist das vorgeschlagene Maßnahmenbündel zur Sicherstellung der medizinischen Versorgung in Deutschland sicherlich nicht hochgradig innovativ und überraschend, aber es enthält etliche vernünftige Maßnahmen, die teilweise sogar in Thüringen schon verwirklicht sind. Zu begrüßen sind die monetären und nicht-monetären Anreize für eine Niederlassung in strukturschwachen Regionen. Allerdings sehe ich nach wie vor Schwachpunkte bei der Bedarfsplanung. Diese muß sich nach der Zahl potentieller Patienten richten, flexibilisiert werden und unbedingt sektorenübergreifend sein. Bei den dazu auf Landesebene einzurichtenden Steuerungsgremien sollte die Ärztekammer zwingend beteiligt werden. Denn nur wir verfügen über die notwendige sektorenübergreifende Expertise und können aufgrund der Nichtbeteiligung am Versorgungsauftrag neutral agieren.

Darüber hinaus muß die Rolle der Landesärztekammer bei der Gestaltung und der Kontrolle der Qualifikation der die spezialfachärztliche Versorgung beantragenden Kolleginnen und Kollegen weiterhin erhalten bleiben.

In der Gesamtschau enthält das Versorgungsstrukturgesetz etliche positive Ansätze. Inwiefern diese dazu beitragen, langfristig und nachhaltig das Problem Ärztemangel zu lösen, bleibt jedoch abzuwarten. Ein Anfang ist auf jeden Fall gemacht!“

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