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Ärzteblatt Thüringen

Tagung des Kammerparlamentes am 10. Oktober: Wahl eines neuen Vorstandsmitgliedes – Signal an Vertragsärzte

Die Hausärztin Dr. Kristina Vogel aus Zella-Mehlis ist neues Mitglied des Vorstandes der Landesärztekammer. Notwendig wurde die Nachwahl eines Vorstandsmitgliedes durch das Ausscheiden von Dr. Annette Rommel, die als 1. Vorsitzende der KV auf eigenen Wunsch ihr Vorstandsmandat niedergelegt hatte.

Neben der Wahl eines neuen Vorstandsmitgliedes diskutierte die Kammerversammlung die aktuellen Auseinandersetzungen zwischen Ärzten und Kassen und verabschiedete als Signal an die Vertragsärzte folgende Resolution:

Landesärztekammer solidarisch mit Vertragsärzten – Protest der Ärzte ist berechtigt

Die Kammerversammlung der Landesärztekammer Thüringen erklärt sich solidarisch mit den Vertragsärzten im sogenannten Honorarstreit und begrüßt die erzielte Einigung.
Das herabwürdigende Verhalten der Kassenvertreter in den letzten Wochen und Monaten war und ist unerträglich. Dieses gefährdet die Beziehung zwischen Arzt und Patient und zerstört das essentiell wichtige Vertrauen zwischen beiden als Grundbedingung für eine erfolgreiche Therapie.
Die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte haben bei der Austragung des Honorarkonfliktes die volle Unterstützung der Landesärztekammer. Der Protest ist berechtigt. Neben einer angemessenen und transparenten Bezahlung mit festen Preisen sowie einem Inflationsausgleich geht es bei dieser Auseinandersetzung schließlich auch um die Anerkennung und Würdigung ärztlicher Leistungen in allen Versorgungsbereichen. Dies ist derzeit keinesfalls gegeben.

Gleichfalls informierten sich die Kammerparlamentarier aufgrund der bundesweiten Diskussionen um die Transplantationsmedizin beim Jenaer Transplantationschirurgen Professor Dr. Utz Settmacher zu den Verfahren bei der Organvergabe bzw. Realisierung der Transplantation. Darüber hinaus hatte die Kammerversammlung neben den üblichen Herbstregularien wie Jahresabschluß oder Haushaltsplan diffizile Themen zu diskutieren. Dazu gehörte der Auftrag zur Überarbeitung der Aufwandsentschädigungsordnung ebenso wie ein möglicher Anbau an das bisherige Kammergebäude. Mehr dazu im Ärzteblatt 11/2012/Berufspolitik.

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