Sie befinden sich:
Kontakt
Landesärztekammer Thüringen
Im Semmicht 33
07751 Jena
+49 (0)3641 614-0
+49 (0)3641 614-169
Kontakt
Seitenfunktionen
Ärzteblatt Thüringen

Beschluss Kammerverammlung-allgem.Internist

Redaktion: Dr. Ulrike Schramm-Häder
Datum: 03/23/2004
In Thüringen wird der allgemeine Internist vorerst nicht begraben! Kammerversammlung votierte gegen Rostocker Modell der Muster-Weiterbildungsordnung
Die Mitglieder der Kammerversammlung der Landesärztekammer Thüringen haben in ihrer Sitzung am 13. März 2004 dem Rostocker Modell der Muster-Weiterbildungsordnung vorerst eine Absage erteilt. Dieses wurde im Jahr 2002 vom Deutschen Ärztetag beschlossen und sieht vor, daß es künftig eine zweigliedrige Struktur der Weiterbildung geben wird, zum einen zum Facharzt für Innere und Allgemeinmedizin und zum anderen zum Facharzt für Innere Medizin mit Schwerpunkt. Gemeinsam sollen beide eine Basisweiterbildung von drei Jahren absolvieren, im Folgenden werden sich ihre Wege trennen. Während dieses Modell von den Allgemeinmedizinern weitgehend begrüßt wird, haben insbesondere die Internisten immer wieder ihre Bedenken zur Abschaffung des Internisten als Generalisten zum Ausdruck gebracht und konnten damit auch Vertreter anderer Fachgebiete überzeugen.

Die Mehrheit der Parlamentarier teilte in der März-Sitzung der Kammerversammlung die Auffassung, daß in Zukunft sowohl für kleinere periphere Krankenhäuser als auch für den älteren multimorbiden Patienten der allgemeine Internist dringend erforderlich sei. Seine Bedeutung werde eher zunehmen, prognostizierte Dr. Gerd Scheiber, Anästhesist aus Ilmenau.

Mit 26 zu 10 Stimmen sprach sich eine große Zahl der Kammerversammlungsmitglieder für die Beibehaltung des allgemeinen Internisten aus und beauftragte den Weiterbildungsausschuß, bis zur Herbst-Sitzung auf Grundlage der in der Kammerversammlung vorliegenden Alternativmodelle eine Beschlussvorlage zu erarbeiten.