Ärztliche Stelle für Qualitätssicherung

Röntgendiagnostik

Leiter: Dr. Jochen Leonhardi

Die Körperschaften berufen im Einvernehmen mit dem Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie (TMASGFF) den Leiter sowie die Mitglieder der Kommission regelmäßig für jeweils vier Jahre.

An den Sitzungen der Ärztlichen Stelle Röntgen nehmen neben der dafür zuständigen hauptamtlichen MTRA, der Leiter der ÄST sowie ein Radiologe aus Krankenhaus und Niederlassung sowie ein Teilgebietsradiologe und ein Medizinphysikexperte teil.

Die Ärztliche Stelle Thüringen (ÄST) für Qualitätssicherung in der Röntgendiagnostik ist auf Grundlage des § 16 (3) der Röntgenverordnung vom 8. Januar 1987 am 3. April 1995 zur Durchführung der Röntgenverordnung (RöV) als Vereinbarung zwischen dem Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit, der Landesärztekammer Thüringen und der Kassenärztlichen Vereinigung Thüringen eingerichtet worden. Sie ist Sachverständigenstelle für Strahlenschutz und Strahlenhygiene.

Nach der oben bezeichneten Vereinbarung über die Ärztliche Stelle ist diese unabhängig gegenüber Kassenärztlicher Vereinigung und Landesärztekammer Thüringen und trägt sich durch Eigeneinnahmen. Die Höhe der Prüfgebühren richtet sich nach der jeweils gültigen Gebührenordnung der Landesärztekammer Thüringen.

Kriterien für die Bewertung von Röntgenuntersuchungen sind die jeweils gültigen Fassungen der Röntgenverordnung, der Leitlinien der Bundesärztekammer und einschlägige DIN-Vorschriften.

Alle Röntgengeräte sind bei dem Thüringer Landesamt für Verbraucherschutz vor Inbetriebnahme anzumelden. Sie können über den o. g. Link die Anschrift der für Sie zuständigen Aufsichtsbehörde entnehmen.

Nachrichtlich ist ebenfalls eine Mitteilung an die Ärztliche Stelle Thüringen für Qualitätssicherung in der Röntgendiagnostik zu senden.

Die Ärztliche Stelle fordert nach RöV von jedem Strahlenschutzverantwortlichen, welcher in Thüringen eine Röntgeneinrichtung betreibt, folgende Unterlagen zur Prüfung in einem zweijährigen Intervall an:

Röntgengerät

  • Protokoll und Uraufnahmen der Abnahmeprüfung / der letzten Teilabnahmeprüfung,
  • Kopie der letzten Sachverständigenprüfung (TÜV, DEKRA),
  • Abnahmeprotokoll mit Uraufnahmen (ggf. inkl. Teilabnahmeprüfung) einschließlich aktueller Protokolle mit Prüfkörperaufnahmen der monatlichen Konstanzprüfung der Röntgengeräte.

 

Filmverarbeitung

  • Abnahmeprotokoll mit Uraufnahmen (ggf. inkl. Teilabnahmeprüfung) einschließlich aktueller Protokolle mit Aufnahmen der täglich durchgeführten Konstanzprüfung der Filmverarbeitung,
  • Abnahmeprotokoll mit Uraufnahmen einschließlich aktueller Protokolle mit Aufnahmen der wöchentlichen Konstanzprüfung des Bilddokumentationssystems (BDS), z. B. Trockenlaser,
  • Abnahmeprotokoll einschließlich aktueller Protokolle der regelmäßig durchgeführten Konstanzprüfung des Bildwiedergabegerätes (BWG), betrifft nur Befundungsmonitore.

 

Patientenaufnahmen

  • Zu jedem Anwendungsgerät (z. B. Tisch, Stativ, DL, CT) werden Aufnahmeserien von Patienten in einem vorgegebenen Zeitraum angefordert. Auf den Begleitbögen für Röntgenuntersuchungen, CT etc. müssen u.a. mitgeteilt werden:
    rechtfertigende Indikation, Belichtungsdaten (kV, mAs), Dosisflächenprodukt (DFP) mit korrekter Maßeinheit (Gy x cm², cGy x cm² etc.), Dosislängenprodukt (DLP) Filterung, Film-Folien-Kombination. Sofern erschwerende Aufnahmebedingungen vorliegen, sollte die Spalte "Bemerkungen" zu ergänzenden Mitteilungen genutzt werden.
  • Bei Apparategemeinschaften mit Ärzten differenter Fachrichtungen sind aus jedem Fachgebiet Aufnahmeserien vorzulegen.

 

Die Mitglieder der Ärztlichen Stelle beurteilen die übersandten Aufnahmen sowie die Aufzeichnungen zur Qualitätssicherung und machen Verbesserungsvorschläge bei vorhandenen Mängeln. Das Ergebnis der Prüfkommission inkl. Hinweisen zur ggf. Mängelbeseitigung werden dem zuständigen Strahlenschutzverantwortlichen schriftlich mitgeteilt.

Alle Mitarbeiter der ÄST und Kommissionsmitglieder sind gemäß §17a Absatz 3 RöV zur Einhaltung der ärztlichen Schweigepflicht und des Datenschutzes verpflichtet.

Sofern bei der Überprüfung des technischen Teiles schwerwiegende Mängel bzw. bei der Begutachtung der Patientenaufnahmen schlechte bis unbrauchbare Untersuchungen festgestellt werden, wird eine kostenpflichtige Wiederholungsprüfung nach sechs oder zwölf Monaten angeordnet. Mit dieser Maßnahme wird kontrolliert, ob die mitgeteilten Mängel abgestellt wurden.

Für jede Röntgeneinrichtung zur Anwendung von Röntgenstrahlung am Menschen sind schriftliche Arbeitsanweisungen für die an dieser Einrichtung vorgenommenen Untersuchungen oder Behandlungen zu erstellen. Diese Arbeitsanweisungen dürfen selbst erstellt werden. Hier muss u. a. dargestellt sein, welche Mittel des Strahlenschutzes benutzt werden müssen, um der Röntgenverordnung gerecht zu werden (Gonadenschutz, hochempfindliche Film-Folien-Systeme, Bleiabdeckung, Einblendung). Weiterhin müssen auch Hinweise zur Einstelltechnik und die aufnahmetechnischen Parameter verzeichnet sein (kV-Einstellungen, Film-Fokus-Abstand, Folienempfindlichkeit etc.).

Bezug z. B. unter:

Verlag Wissenschaftliche Scripten  
Thurmer Straße 30  
08066 Zwickau

Der Pass ist jedem Patienten, der geröntgt wird, anzubieten und auszustellen.

  • Aufzeichnung und Röntgenbilder:
    10 Jahre nach der letzten Untersuchung
  • Aufzeichnungen über Röntgenbehandlungen:
    30 Jahre nach der letzten Behandlung
  • Aufzeichnungen von Röntgenuntersuchungen an Kindern:
    Aufzeichnungen von Röntgenuntersuchungen einer Person, die das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet hat, sind bis zur Vollendung des 28. Lebensjahres aufzubewahren.
  • Konstanzprüfungsunterlagen Filmverarbeitung/ Röntgengerät:
    2 Jahre

Nach erfolgter Überprüfung des Röntgengerätes durch die Ärztliche Stelle besteht die Möglichkeit, die Genehmigung für die Konstanzprüfung aller drei Monate mit einem formlosen Schreiben zu beantragen. Der Antrag ist zusammen mit einer Kopie des Prüfberichtes der Ärztlichen Stelle bei folgender Anschrift einzureichen:

Thüringer Landesamt für Verbraucherschutz (TLV)  
Dezernat 21
Technischer Verbraucherschutz, Marktüberwachung
Herr Barthelmes  
Karl-Liebknecht-Str. 4  
98527 Suhl

Nuklearmedizin

Leiter: Dr. Elke Conrad

Die Körperschaften berufen im Einvernehmen mit dem Thüringer Ministerium für Soziales und Gesundheit den Leiter / die Leiterin, die beratenden Mitglieder und die Stellvertreter regelmäßig für jeweils vier Jahre.

Die vor Ort Prüfungen werden von zwei Ärzten (Klinik und Niederlassung) und einem Medizinphysikexperten in einem Rhythmus von drei Jahren durchgeführt.

Die gesetzliche Grundlage für die Arbeit der Ärztlichen Stelle bildet die nachfolgende Vereinbarung.

Vereinbarung

zwischen dem Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit und der Landesärztekammer Thüringen - Körperschaft des öffentlichen Rechts - sowie der Kassenärztlichen Vereinigung Thüringen - Körperschaft des öffentlichen Rechts (KdöR) - über die Einrichtung einer ärztlichen Stelle nach § 83 Abs. 1 der Strahlenschutzverordnung

Die Vertragspartner vereinbaren Folgendes:

§ 1

(1) Die Körperschaften richten nach Maßgabe der Richtlinie "Ärztliche und zahnärztliche Stellen - Richtlinie zur Strahlenschutzverordnung (StrISchV) und zur Röntgenverordnung (RöV)" in der jeweils gültigen Fassung eine ärztliche Stelle ein. Die ärztliche Stelle ist eine Sachverständigenstelle für Strahlenschutz und Strahlenhygiene. Das Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit bestimmt hiermit diese Stelle zur ärztlichen Stelle nach § 83 Abs. 1 der Strahlenschutzverordnung vom 20. Juli 2001 (BGBl. 1 S. 1714). Der Minister für Soziales, Familie und Gesundheit gibt diese Regelung im Thüringer Staatsanzeiger für den Freistaat Thüringen bekannt.

(2) Die Körperschaften können der ärztlichen Stelle auch Aufgaben der Qualitätssicherung für strahlentherapeutische und nuklearmedizinische Leistungen übertragen, die sich aus den Aufgaben des Thüringer Heilberufegesetzes und dem Vertragsarztrecht der Kassenärztlichen Vereinigung ergeben. In diesem Falle wird die ärztliche Stelle jeweils als Ausschuss der Landesärztekammer oder der Kassenärztlichen Vereinigung in Wahrnehmung der ihnen übertragenen gesetzlichen Aufgaben tätig.

§ 2

(1) Die Vorlaufkosten und die laufenden Kosten der ärztlichen Stelle sollen durch Eigeneinnahmen der ärztlichen Stelle finanziert werden.

(2) Die ärztliche Stelle ist berechtigt, kostendeckende Entgelte für ihre Leistungen von den Betreibern von Strahlentherapieanlagen und nuklearmedizinischen Einrichtungen zu erheben.

(3) Die Körperschaften stellen den Freistaat Thüringen von Haftungsansprüchen, die sich aus der Tätigkeit der ärztlichen Stelle ergeben, frei.

§ 3

Diese Vereinbarung tritt am 1. März 2004 in Kraft. Sie gilt bis zum 31. Dezember 2008. Die Geltungsdauer verlängert sich jeweils um vier Jahre, wenn die Vereinbarung nicht spätestens ein Jahr vor Ablauf der jeweiligen Geltungsdauer schriftlich gekündigt wird.

Minister für Soziales, Familie und Gesundheit
Dr. Klaus Zeh, Erfurt

Präsident der Landesärztekammer Thüringen  
Prof Dr. med. habil. Eggert Beleites, Jena

Vorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Thüringen  
Dr. med. Karl Gröschel, Weimar

Strahlentherapie

Leiter: PD Dr. Jürgen Füller

Die Körperschaften berufen im Einvernehmen mit dem Thüringer Ministerium für Soziales und Gesundheit den Leiter / die Leiterin, die beratenden Mitglieder und die Stellvertreter regelmäßig für jeweils vier Jahre.

Die vor Ort Prüfungen werden von zwei Ärzten (Klinik und Niederlassung) und einem Medizinphysikexperten in einem Rhythmus von zwei Jahren durchgeführt.

Die gesetzliche Grundlage für die Arbeit der Ärztlichen Stelle bildet die nachfolgende Vereinbarung.

Vereinbarung

zwischen dem Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit und der Landesärztekammer Thüringen - Körperschaft des öffentlichen Rechts - sowie der Kassenärztlichen Vereinigung Thüringen - Körperschaft des öffentlichen Rechts (KdöR) - über die Einrichtung einer ärztlichen Stelle nach § 83 Abs. 1 der Strahlenschutzverordnung

Die Vertragspartner vereinbaren Folgendes:

§ 1

(1) Die Körperschaften richten nach Maßgabe der Richtlinie "Ärztliche und zahnärztliche Stellen - Richtlinie zur Strahlenschutzverordnung (StrISchV) und zur Röntgenverordnung (RöV)" in der jeweils gültigen Fassung eine ärztliche Stelle ein. Die ärztliche Stelle ist eine Sachverständigenstelle für Strahlenschutz und Strahlenhygiene. Das Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit bestimmt hiermit diese Stelle zur ärztlichen Stelle nach § 83 Abs. 1 der Strahlenschutzverordnung vom 20. Juli 2001 (BGBl. 1 S. 1714). Der Minister für Soziales, Familie und Gesundheit gibt diese Regelung im Thüringer Staatsanzeiger für den Freistaat Thüringen bekannt.

(2) Die Körperschaften können der ärztlichen Stelle auch Aufgaben der Qualitätssicherung für strahlentherapeutische und nuklearmedizinische Leistungen übertragen, die sich aus den Aufgaben des Thüringer Heilberufegesetzes und dem Vertragsarztrecht der Kassenärztlichen Vereinigung ergeben. In diesem Falle wird die ärztliche Stelle jeweils als Ausschuss der Landesärztekammer oder der Kassenärztlichen Vereinigung in Wahrnehmung der ihnen übertragenen gesetzlichen Aufgaben tätig.

§ 2

(1) Die Vorlaufkosten und die laufenden Kosten der ärztlichen Stelle sollen durch Eigeneinnahmen der ärztlichen Stelle finanziert werden.

(2) Die ärztliche Stelle ist berechtigt, kostendeckende Entgelte für ihre Leistungen von den Betreibern von Strahlentherapieanlagen und nuklearmedizinischen Einrichtungen zu erheben.

(3) Die Körperschaften stellen den Freistaat Thüringen von Haftungsansprüchen, die sich aus der Tätigkeit der ärztlichen Stelle ergeben, frei.

§ 3

Diese Vereinbarung tritt am 1. März 2004 in Kraft. Sie gilt bis zum 31. Dezember 2008. Die Geltungsdauer verlängert sich jeweils um vier Jahre, wenn die Vereinbarung nicht spätestens ein Jahr vor Ablauf der jeweiligen Geltungsdauer schriftlich gekündigt wird.

Minister für Soziales, Familie und Gesundheit  
Dr. Klaus Zeh, Erfurt

Präsident der Landesärztekammer Thüringen  
Prof Dr. med. habil. Eggert Beleites, Jena

Vorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Thüringen  
Dr. med. Karl Gröschel, Weimar